Wohn- u. Geschäftshaus

Chlodwigplatz 3 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1082
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Chlodwigplatz 3, 50678 Köln
Baujahr1888 bis 1889
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 30.08.1982
Stadtteil Neustadt/Süd

Das Gebäude Chlodwigplatz 1 an der Ecke zur Bonner Straße ist ein viergeschossiges Wohnhaus im Stil der Renaissance mit Giebelgeschoß und fünf zu zwei Achsen. Es bildet zusammen mit dem Nachbarhaus Nr. 3 (viereinhalb Geschosse, vier Achsen, barockisierend) einen gemeinsamen Baukomplex.

Die kunsthistorische Bedeutung der beiden Wohnhäuser beruht vor allem auf der reichen Stuckierung ihrer Fassaden: Horizontalgliederung durch Stuckbänder, ab erstem Obergeschoß stark gegliederte Fenstergiebel, Abschlußfries und antikisierender Volutengiebel; den unteren Abschluß der BeletageFenster bilden ornamentale Reliefplatten (Nr. 1).

Bei Nr. 3 sind vor allem die Fenstergliederung durch eingestellte Säulen und Pilasterfiguren, Fenstergiebel und -balustraden im dritten Obergeschoß, das Attikageschoß mit Arkadenfenster sowie die betonten und übergiebelten Seitenachsen kunsthistorisch bedeutend.

Im Inneren des Hauses Nr. 1 sind erhaltenswert: Das originale Treppenhaus mit Terrazzofußboden, Stuckrosette an der profilierten Flurdecke sowie ein profilierter Stützbogen auf Pfeilern. Das reich gedrechselte Holzgeländer mit Antrittspfosten sowie Wohnungs- und Zimmertüren gehören ebenfalls zur originalen Ausstattung. Die Ausbildung der Stuckdecken nimmt mit der Geschoßzahl ab.

Das Haus besitzt eine größere, rückwärtige Gartenanlage mit Resten einer originalen Ausgestaltung.

Die beiden Gebäude sind mit ihren Schaufronten ein noch heute dominierender Teil der ursprünglichen Gestaltung des Chlodwigplatzes und somit von besonderer städtebaulicher Bedeutung. Es handelt sich hierbei um die für die Kölner Neustadt typische Bebauung einer stumpfen, abgeschrägten Straßeneinmündung.

Die im Stil der Neurenaissance gehaltenen Gründerzeitbauten sind als Beispiele klar gegliederter Fassaden in handwerklich bester Ausführung mit ihrer teils noch vorhandenen, originalen Innenausstattung von kunsthistorischer Bedeutung. Die stark dezimierte, originale Bausubstanz rund um das Severinstor läßt das Ensemble zum unverzichtbaren Bestandteil der Bebauung am Chlodwigplatz werden.

Als Dokument der von H.J. Stübben 1881 geplanten Neustadtbebauung kommt den beiden benachbarten Bauten ortsgeschichtliche Bedeutung zu.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0