Kirche St. Aposteln

Apostelnkloster 10 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1137
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKirche St. Aposteln
Adresse Apostelnkloster 10, 50667 Köln
Baujahr1100 bis 1299
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 19.10.1982
Stadtteil Altstadt/Nord

Die ehemalige Stiftskirche St. Aposteln gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten der rheinischen Romanik. Die westlichen Teile des heutigen Baus wurden nach 1021 errichtet. Der ursprüngliche Westchor wurde im 12. Jahrhundert durch einen Turmbau verändert. Nach 1192 entstand anstelle des ehemals gerade geschlossenen Ostchors die Dreikonchenanlage mit Vierungsturm und Flankentürmchen. Ab 1220 wurden das Langhaus und das Westquerschiff eingewölbt. Der Außenbau konnte sein Erscheinungsbild aus dem 12. und 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart, also auch über die Kriegszerstörungen hinweg, bewahren.

Im Inneren gab es immer wieder Veränderungen, doch haben sich eine Reihe hochrangiger Ausstattungsstücke, besonders Skulpturen (Apostelfiguren, um 1330; Schmerzensmann, 1450; St. Michael, 1480) und barocke Altarbilder erhalten.

Aus der referierten Baugeschichte wird der hohe Rang von St. Aposteln deutlich: Die Kirche ist der dritte Vertreter des Dreikonchentyps in Köln; das Rautendach des Westturms dürfte wohl zum ersten Mal diese für das Rheinland so charakteristische Dachform aufgewiesen haben. Als Stiftskirche prägte St. Aposteln mit den ehemaligen Stiftsgebäuden das Stadtgebiet im Westen vor der Römermauer entscheidend mit.

Für die westliche Altstadt im weiteren und für den Neumarkt im engeren Sinn ist die Baugruppe von hoher Bedeutung. Die Bauten der Nachkriegszeit nehmen gerade in diesem Gebiet durch Proportionierung und Materialwahl in hohem Maß Rücksicht auf die Kirche.

Die Unterschutzstellung umfaßt das Kirchengebäude, seine zugehörige, historische Ausstattung sowie alle ortsfesten Bodendenkmale, die unter Umständen untertätig im Boden verborgen sind.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0