Wohnhaus
Gilbachstraße 28 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1162 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gilbachstraße 28, 50672 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.11.1982 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Objekt ist ein fünfgeschossiges, vierachsiges, um 1890 erbautes Mietstockwerkhaus. Über dem rustizierten Souterrain setzt eine schlichte Stuckfassade an, horizontal gegliedert durch Stuckbänder, Geschoß- und Fenstergesimse. Das zweite Obergeschoß ist wegen seiner zusätzlichen Zierelemente (Stuckplatten unter dem Fenstergesims und keilförmige Schlußsteine am oberen Fensterrand) als Beletage anzusprechen. Eine Vertikalgliederung wird durch die Betonung der dritten Fensterachse von links erreicht, ab erstem Obergeschoß ist sie über zwei Geschosse als Erker gestaltet, der von zwei Konsolen getragen wird und im dritten Obergeschoß einen Balkon trägt. Den Achsenabschluß bildet ein kleiner Ziergiebel mit Rundbogenfenster. Beidseitig der Erkerfenster sind in Stuck ausgeführte, lisenenartige Säulen angebracht, die den vertikalen Trend dieser Achse erhöhen. Dieser Effekt wird auch durch den hohen, übergiebelten Hauseingang in der ersten Achse hervorgerufen.
Das im Stil der italienischen Renaissance errichtete Haus erhält seinen kunsthistorischen Wert durch die klare Fassadengestaltung, belebt durch ein ausgewogenes Spannungsverhältnis horizontaler und vertikaler Gliederungselemente.
Im Inneren sind besonders das Portaltreppenhaus bis zum Hochparterre sowie der Keller (mit originalen Gewölben und originaler Holzkellertreppe) erhaltenswert.
Das Haus stellt das letzte Glied in einer nahezu geschlossenen Reihe repräsentativer Wohnhäuser der Jahrhundertwende von der Spichernstraße zum Venloer Wall dar. Mit seiner im Vergleich zu diesen schlichten Fassadengestaltung dokumentiert es deutlich den zentral peripher ausgerichteten, abnehmenden Standortwert in dieser Straße.
Dokument für die von H.J. Stübben geplante Neustadtbebauung, die in diesem Viertel um 1890 erfolgte.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0