Kirche St. Pius
Gottesweg 12 · Zollstock
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1221 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Kirche St. Pius |
| Adresse | Gottesweg 12, 50969 Köln |
| Baujahr | 1913 bis 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.12.1982 |
| Stadtteil | Zollstock |
Die katholische Pfarrkirche St. Pius, eine dreischiffige Basilika mit einer Empore auf der westlichen Langseite, wurde in mehreren Bauabschnitten ab 1913 nach Plänen von Eduard Endler errichtet. Stilistisch finden sich Elemente der Spätgotik, der deutschen Renaissance und des Heimatstils in freier Kombination in dem verputzten und mit Werksteingliederungen versehenen Gebäude vereinigt. Chor und Turm in ihrem ursprünglichen Bestand waren 1931 bzw. 1932 fertig.
Nach schwerer Kriegszerstörung wurde besonders die Chorpartie mit dem seitlichen Turm durch Karl Band und Hans Schilling verändert wieder aufgebaut (bis 1955). Der Giebel der Eingangsseite im Süden über der Loggia wurde 1961 neu gestaltet.
Im Inneren blieben in den Seitenschiffen und Seitenkapellen sowie auf der Empore die Rippengewölbe erhalten. Das Mittelschiff besitzt eine Holzdecke in Stichbogenform, der neue Chor eine Rabitzdecke. Die Ausstattung ist weitgehend modern.
Der ursprüngliche Bestand in bewußter "malerischer" Baukomposition war ein gutes Beispiel des späten Historismus der Kölner Kirchenarchitekten, geschaffen von einem der produktivsten Architekten des Rheinlands. Von dieser Konzeption hat auch der Wiederaufbau noch so viel bewahrt, daß sie ablesbar bleibt. Die neuen Teile sind gut angefügt.
Die St. Pius Kirche steht an der Grenze zwischen den älteren und jüngeren Teilen des Stadtteils Zollstock. Sie ist die Mutterkirche dieses gerade in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts stark expandierenden Stadtteils. Kirchenschiff, Pfarrhaus (das mit eigenem Text unter Denkmalschutz gestellt wird) und Turm sind in vielfältiger Weise in das Straßensystem Zollstocks einbezogen und axial komponiert. Sie geben daher wichtige Maßstabskomponenten ab.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0