Kirche St. Clemens

Lülsdorfer Straße 114 · Langel

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1303
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKirche St. Clemens
Adresse Lülsdorfer Straße 114, 51143 Köln
Baujahr1891
Architekt / PlanungHeinrich Nagelschmidt
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 20.01.1983
Stadtteil Langel

Die katholische Pfarrkirche St. Clemens, ein dreischiffiger, neugotischer Backstein-Hallenbau, entstand 1891 nach Plänen von Heinrich Nagelschmidt. Im Westen erhebt sich ein Vierkantturm mit Achteckhelm, an das Langhaus schließen sich ein Querschiff mit Giebeln, polygonale Seitenkapellen, Sakristeien und der Chor an, der über sieben Seiten eines Zehnecks errichtet ist. Die neugotischen Gliederungselemente sind in Werkstein ausgeführt, die Dächer sind verschiefert.

Im Inneren überdecken Rippengewölbe alle Raumteile. Die ursprüngliche, ornamentale Ausmalung wurde 1979-80 nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten wieder hergestellt. Die qualitätvolle Ausstattung (Altäre, Orgel, Gestühl) blieb erhalten und wurde bis 1982 weiter stilgerecht ergänzt. Die Verglasung wurde in drei Phasen nach dem zweiten Weltkrieg erneuert (u.a. von Franz Pauli).

Die Kirche ist dank ihrer gut erhaltenen Ausstattung ein hervorragendes Beispiel der Kölner Neugotik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Besonders die Gestaltung der Ostpartie, die Verschränkung der drei Chöre, aber auch die Leichtigkeit des Hallenraums insgesamt sichern dem Bauwerk des äußerst fruchtbaren Architekten einen hohen Rang zu. Die Kirche ersetzte einen mittelalterlichen Vorgänger an gleicher Stelle, der um 1300 urkundlich erwähnt wurde. Die Tradition der Seelsorge im alten Siedlungsplatz Langel ist seither als Filiale der Kölner Abtei St. Pantaleon (bis 1802) dokumentiert.

Für das in einigen Partien noch gut erhaltene Ortsbild mit seinen niedrigen Bauhöhen ist der Kirchenbau von erheblicher Bedeutung. Im Landschaftsbild der Rheinauen vermag er zu dominieren.

Die Unterschutzstellung umfaßt das Kirchengebäude, seine zugehörige Geste und bewegliche Ausstattung, deren Auflistung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird, sowie alle ortsfesten Bodendenkmale, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0