Kirche St. Cosmas und Damian u. Pfarrhaus

Regenboldstraße 4 · Volkhoven/Weiler

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1308
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKirche St. Cosmas und Damian u. Pfarrhaus
Adresse Regenboldstraße 4, 50765 Köln
Baujahr1925
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 20.01.1983
Stadtteil Volkhoven/Weiler

Die katholische Pfarrkirche Neu St. Cosmas und Damian wurde 1925 nach Plänen von Eduard Endler in neubarocken Stilformen errichtet. Die Hallenkirche konnte im Inneren noch die ursprüngliche Gestalt weitgehend bewahren: Achteckige Pfeiler trennen die drei Schiffe. Über ihren ionischen Kapitellen lagern flache Kassettendecken im Bereich der Seitenschiffe, während sich über das Mittelschiff eine korbbogenförmige Tonne spannt. Die gestelzte Halbkreisapsis im Osten besitzt ein Halbkuppelgewölbe. Die ursprüngliche Ausstattung ist nur noch unvollständig erhalten: Figuren, Leuchter, Beichtstühle, die neuromanische Orgel von außerhalb. Die beiden Chorfenster könnten aus den zwanziger Jahren stammen, die Langhausfenster wohl aus den fünfziger Jahren (Wendling?).

Außen besitzt noch die Apsis das ursprüngliche Schweifdach; der Dachreiter über dem östlichen Teil des Langhauses und vor allem der barockisierende Westturm wurden in den sechziger Jahren entfernt. Integriert in eine Verlängerung der Seitenschiffe erhebt sich hier jetzt ein Vierkantturm mit achtseitigem Knickhelm.

Die Kirche ist ein gutes Beispiel für die freie Behandlung barocker Formen in den zwanziger Jahren als Vorstufe für die moderne Kirchenarchitektur ab 1927. Zusammen mit dem Vorplatz und dem Pfarrhaus entstand hier eine Art Pfarrzentrum, das den damals geplanten, neuen Ortskern beherrschen sollte. Heute ist vor allem der Innenraum mit seinen schönen Pfeilern und der guten Deckenlösung als Denkmal jener Jahre zu bewahren.

Die Kirche hat seit 1925/26 die alte Dorfkirche gleichen Namens "beerbt". Sie setzt deren mittelalterliche und barokke Tradition fort und war gedacht als Dominante des neuen, nicht realisierten Siedlungszentrums von Weiler in den zwanziger Jahren. Die genannte Konzeption muß man berücksichtigen, will man die heute isoliert wirkende Situation richtig werten. Trotzdem besitzt das Bauwerk eine wichtige Funktion innerhalb der etwas desolaten Umgebung.

Die Unterschutzstellung umfaßt das Bauwerk und seine begrünte Umgebung; außerdem die feste und bewegliche, historische Ausstattung, deren Auflistung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0