Wohnhaus
Weilerweg 76 · Volkhoven/Weiler
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2917 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Weilerweg 76, 50785 Köln |
| Baujahr | 19. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.04.1985 |
| Stadtteil | Volkhoven/Weiler |
Das Haus Weilerweg 76 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Volkhoven/Weiler, weil es die Geschichte dieses Orts dokumentiert und ein wichtiger Teil der historischen Bausubstanz ist. Volkhoven, das bereits 1888 in Köln eingemeindet wurde, wurde 1975 mit Weiler zu einem Stadtteil vereinigt. Während das Ortsbild von Volkhoven noch heute durch eine Anzahl großer Höfe bestimmt wird, ist das nördlich gelegene Weiler v. a. wegen seiner Kirchenbauten Alt und Neu St. Cosmas und Damian hervorzuheben, von denen die erste leider derzeit ungenutzt ist. Weiler ist von den Auswirkungen des östlich gelegnen Ortsteils Chorweiler nicht gänzlich verschont geblieben, so daß die verbliebene Substanz des ehem. Dorfs eines besonderen Schutzes bedarf.
Das kleine Backsteingebäude an der Ecke zur Wezelostraße wurde etwa 1880 eineinhalbgeschossig errichtet. Sogar dieses sehr kleine Anwesen besitzt den für den ländlichen Bereich typischen Grundriß mit querlaufendem Mittelflur und vier kleineren, von dort erschlossenen Eckräumen, die jeder ein, mit originalen Holzflügeln versehenes Fenster aufweisen. Die Türen und die vollständig mit Holz umkleidete Holztreppe mit Holzgeländer sind original. Das Gebäude ist außerordentlich tief gebaut, wodurch sich unter dem weiten Dach im 1. OG weitere, original erhaltene kleine Wohnräume ergaben. Vor dem Gebäude ist ein, wohl um die Jahrhundertwende errichteter Windfang in senkrechter Verbretterung vorgesetzt. Ein alter Baum zur Straße hin und auf der Rückseite ein Gärtchen betten das Gebäude in die noch teilweise dörflich gebliebene Landschaft ein. Der linke vordere Raum war früher ein Laden, so daß der Bau ehemals teilweise gewerblich genutzt wurde. Städtbaulich bildet das Gebäude mit den gerade am Weilerweg erhalten gebliebenen dörflichen Anwesen einen Restbestand (Weilerweg 78 und 82) der originalen ländlichen Bauung, deren Bedürfnisse, Möglichkeiten und Lebensgewohnheiten die Häuser in einzigartiger Weise dokumentieren. Soziologisch ist sicher aufschlußreich, daß die derzeitige Besitzerin als Kind mit sieben Geschwistern das Haus bewohnte. Das Anwesen ist für Volkhoven/Weiler unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0