Kirche St. Engelbert

Gremberger Straße 34 · Humboldt/Gremberg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1409
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKirche St. Engelbert
Adresse Gremberger Straße 34, 51105 Köln
Baujahr1926 bis 1927
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 12.04.1983
Stadtteil Humboldt/Gremberg

Die katholische Pfarrkirche St. Engelbert entstand 1926/27 nach Plänen des Kölner Diözesanbaumeisters Heinrich Renard und seines Mitarbeiters J. van Geisten. Der Klinkerbau in den Formen des gotisierenden Expressionismus besitzt an der Eingangsseite einen Riegelbau mit zwei Türmen. Den niedrigen Querflügeln vor dem eingezogenen Polygonalchor ist nach Norden der mächtige Vierkantturm mit seinem bizarren Kupferhelm angefügt. Über dem Langhaus ein Satteldach mit neuen Dreieckgauben (1975).

Das Innere der dreischiffigen Kirche wurde durch die Holzdecke von 1975 (Karl Band, Ludwig Roszyk) zur Basilika umgestaltet. An den ursprünglichen Raumeindruck erinnern noch die Sechseckstützen, die Spitzbogen und die Apsisgestaltung. Die schmalen Lanzettfenster wurden 1963-74 von Paul Weigmann neu gestaltet. Der Altar stammt von Heinz Gernot.

Die Kirche gehört zu den triumphalsten Vertretern des Expressionismus in Köln. Besonders die Turmbekrönung ist phantasievoll und formenreich gelöst. Die Engelbert-Figur von Elmar Hillebrandt fügt sich hervorragend ein. Heinrich Renard konnte hier seine historisierende Architekturauffassung behutsam in die moderneren Formen überführen.

Die Innengestaltung ist demgegenüber an Qualität durch die hölzerne Decke verloren. Doch blieben noch genügend aussagefähige Spuren des Urzustands bewahrt.

Die Kirche ist mit der Entstehung und dem raschen Wachstum der Arbeitersiedlung Humboldt eng verbunden. Das 1986 gegründete Rektorat wurde 1903 zur Pfarre. Der ersten Saalkirche folgte 1899 ein Neubau, der sich schon bald als zu klein erwies. Die heutige Kirche folgte nach, dem seelsorgerischen Bedürfnis entsprechend.

Die Dächer- und Turmgestaltung von St. Engelbert ist für das Stadtbild des Kalker Bezirks von ungemein wichtigem Stellenwert: Ein optischer Bezugspunkt nahezu ohne Konkurrenz. Im engeren Blickbezug besteht erhebliche Bedeutung für die Straßenzüge der Essen-, Taunus- und Gremberger Straße.

Die Unterschutzstellung bezieht sich auf das Bauwerk und seine unmittelbare Umgebung sowie auf seine feste und bewegliche Ausstattung, deren Auflistung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird. Heute erwähnt wurden sieben Skulpturen von Heiligen aus dem späten 19. Jahrhundert, die 1980/81 mit Mitteln der Denkmalpflege restauriert wurden.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0