Wohnhaus
Theoderichstraße 7 · Humboldt/Gremberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3505 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Theoderichstraße 7, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.03.1986 |
| Stadtteil | Humboldt/Gremberg |
Ortsgeschichtlich aussagefähig ist das um 1910 errichtete Mietwohnhaus als Teil der ursprünglichen Bebauung, als Teil der Ortsentwicklung von Humboldt-Gremberg, die eng mit der Besiedlungspolitik der Stadt Köln und des Humboldt-Werkes verknüpft ist. Oft haben aber auch private Bauherren hier schön geschmückte, städtisch-bürgerliche Miethausfassaden errichten lassen, wie es das hier bewertete zeigt, das möglicherweise für Angehörige der Kirche gedacht war.
Hauptaugenmerk der Architekten lag auf der Gestaltung der stuckierten Putzfassade des 3geschossigen, 3achsigen Traufenhauses mit ausgebautem Satteldach. Über dem farblich abgesetzten Sockel folgt das kräftig rustizierte Erdgeschoß, unterbrochen von den (in der Mitte breiteren) Bogenöffnungen von Fenster und Tür. Die Fenster der Obergeschosse ruhen auf durchlaufenden Sohlbankgesimsen; die seitlichen, rhythmisierten Schenkel der Fensterrahmungen tragen Wurzel, Stamm, Äste und Blüten (Lebensbaummotiv?): ein Jugendstilelement in dieser ansonsten eher klassizistisch strengen Fassade. Die Fenster sind original erhalten; ebenso, wenn auch überarbeitet, die Tür.
Im Innern erhalten der ornamentierte Terrazzoboden des Hausflurs, die originale Treppenanlage, die alten Wohnungsabschlußtüren und, teilweise, die Zimmertüren. An der rückwärtigen Backsteinfassade der ursprüngliche, drei Achsen tiefe Anbau zum Hof.
Städtebaulich wichtig ist das Haus als ästhetischer Maßstab zu den rechts angrenzenden Nachkriegsbauten, als Teil eines historischen Hauspaares (mit Nr. 5), und locker wegen seiner Anbindung an die Häuser der Kreuzung Gremberger und Esserstraße.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0