Wohnhaus

Alpenerstraße 15 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1441
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Alpenerstraße 15, 50825 Köln
Baujahr1902 bis 1904
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 12.04.1983
Stadtteil Ehrenfeld

Das 1902/04 von R. Haening errichtete Gebäude ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Ehrenfeld. Es zählt zu den seit den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts jenseits der Eisenbahntrasse und nordwestlich der Venloer Straße errichteten Miet- und Einfamilienhäusern. Gelegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den großen Ehrenfelder Produktionsbetrieben ist das Gebäude ein bedeutendes Dokument für den wirtschaftlichen Aufschwung des Vororts. Es ist zugleich ein wichtiges Zeugnis für die Wohnkultur einer Bevölkerungsschicht mit eher bescheidenen Ansprüchen.

Das dreigeschossige, dreiachsige Wohnhaus ist durch eine geschoßübergreifende Pilastergliederung im ersten und zweiten Geschoß ausgezeichnet. Das Erdgeschoß ist über einem Putzsockel rustiziert. In vier verschiedenen Varianten sind die Fenster eingefaßt. Dabei sind in jedem Obergeschoß die Fenstereinfassungen der beiden äußeren und inneren Achsen identisch. Es handelt sich dabei um einen flach vor die Wand gesetzten Dekor aus glatten Rahmen und Flächen. Die Kapitell-Zone (zu Seiten der Fenster im ersten und zweiten Obergeschoß) ist durch Profile angedeutet.

Der einzige Zugang zum Haus führt durch eine breite Toreinfahrt mit profilierten und kannelierten Konsolsteinen. Einen besonderen Akzent setzt das steile Mansarddach, das für den gesamten Straßenzug charakteristisch und in dieser Reihung für Köln einzigartig ist.

Die Innenausstattung des Gebäudes ist wenig aufwendig gehalten (Terrazzofußboden, Holztreppe, nicht sehr fein profilierte Wohnungeingangstüren).

Die Erstbebauung der ungeraden Seite im Abschnitt Alpener Straße 1 bis 19 ist vollständig erhalten. Der Architekt dieser Wohnbauten, R. Haering, hat es dabei verstanden, der Straße durch weitgehend identische Grundstruktur der Fassadengliederung und Varianten im Fassadenmaterial und Dekor ein ebenso einheitliches wie abwechslungsreiches Gepräge zu geben. Abgesehen von der Qualität des Einzelobjekts ist schon aus diesem Grund ein Erhalt durch Unterschutzstellung unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0