Hofanlage Mühlenhof (Rest einer Wassermühle)
Mühlenhofsweg 8 · Dellbrück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1455 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Hofanlage Mühlenhof (Rest einer Wassermühle) |
| Adresse | Mühlenhofsweg 8, 51069 Köln |
| Baujahr | 18. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.04.1983 |
| Stadtteil | Dellbrück |
Das Haus, gebaut im 18. Jahrhundert, ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Dellbrück, da es - als ein Bestandteil der Strundener Mühle - den ehemaligen Dorfcharakter des heutigen Kölner Vororts dokumentiert. Bis in das 19. Jahrhundert bestanden um den Mühlenhof in Strunden und die Mühle in Thurn zwei kleine Dorfkerne, die erst 1905 mit Hagedorn und Dellbrück zu einem Ort - dem heutigen Dellbrück - zusammengelegt wurden. Der Ausbau der Strundener Mühle (seit dem 14. Jahrhundert urkundlich belegt) im 18. Jahrhundert ist auf den wirtschaftlichen Ausschwung des nahen Mülheims zurückzuführen.
Das zweigeschossige Fachwerkhaus mit einem Krüppelwalmdach (gebaut im 18. Jahrhundert) zeigt nach zwei Seiten hin verschieferte Fassaden, die beiden anderen Hausseiten sind verputzt. Die westliche Hauptfassade weist fünf Achsen, einen gemauerten Sockel, weiß umrahmte, rechteckige (im Obergeschoß kleinere) Fenster mit grünen Schlagläden und einen ebenerdigen Eingang in der Mitte auf. Die zwei rechten Fenster im Obergeschoß sind angemauert und durch eingesetzte Glaskacheln entstellt.
Die Schieferverkleidung (wohl erst im 19. Jahrhundert angebracht) bildet verschiedene, strukturierte Muster, mittels derer eine unauffällige Fassadengliederung und -verzierung entsteht (zwei Geschoßzonen und Bekrönung von zwei Fenstern und Eingang).
Die Rückfassade (drei Achsen) zeigt heute einige Veränderungen (z.B. einen Holzbalken im Obergeschoß, einen polygonalen, ebenerdigen, verglasten Anbau). In der ersten und dritten Achse (hier nur im Obergeschoß) ist noch die originale Gruppierung von je zwei Fenstern zu finden.
Die komplett verschieferte Seitenfassade zeigt stilechte, rechteckige Fensterchen in der Giebelzone und ein trapezförmiges Feld als Dekor in der Höhe des Gurtgesimses.
Zum architektonischen Komplex dieses Gebäudes gehört auch die Garten- und Hofbepflanzung von symmetrisch zum Haus gestellten Bäumen.
Das Haus bildet zusammen mit den (auf der anderen Straßen- bzw. Bachuferseite) stehenden Häusern Nr. 17 (Steinhaus) und Nr. 19 (Fachwerkhaus) eine ursprünglich funktional und ästhetisch geschlossene Anlage des Strundener Mühlenhofs. Diese drei Häuser am Strundener Bach bilden auch heute (mit der kleinen Brücke) ein Ensemble, dessen jeder Bestandteil erhalten bleiben muß. In der Korrespondenz in Maß, Orientierung, Proportion zwischen dem Wirtschafts- und Wohnhaus (Nr. 17) und dem Wohnhaus (Nr. 8) kommt die architektonische Konzeption des gleichzeitigen Ausbaus im 18. Jahrhundert zum Ausdruck.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0