Wohnhaus

Gierather Straße 12 · Dellbrück

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4186
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Gierather Straße 12, 51069 Köln
Baujahr1785
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 24.06.1987
Stadtteil Dellbrück

Anbau an das 1785 datierte Gasthaus "Em Höttche". Eingeschossiges traufenständiges Häuschen (wohl verputzter Fachwerkbau) aus dem frühen 19. Jahrhundert. Zweigeschossiger Anbau aus Backstein mit Putzfassade. Fenster und Haustüre neu. Holztreppe mit Holzgeländer. Typische Häuserstelle des ehemaligen Weilers Stunden.

Dellbrück war früher Teil der Bürgermeisterei Merheim, bis diese 1914 mit Stadt und dem Kreis Mülheim nach Köln eingemeindet wurde. Das ehemalige rechtsrheinische Dorf ist seinerseits seit 1904 eine Zusammenfassung der Weiler Thurn, Strunden, Hagedorn und Alt-Dellbrück, die sich im Gebiet der ehemaligen Grafschaft Berg um den Thurner Hof mit seinem bedeutenden Fachwerkhaus und am gefällereichen Strunder Bach seinen Mühlen gebildet haben.

Die Lage des Bahnhofes der Eisenbahn von Mülheim nach Bergisch Gladbach (eröffnet am 01.12.1868) bei Alt-Dellbrück) gab dem Ort den Namen. Dieser deutet auf den ehemals sumpfreichen Boden am Rande der Hochterrasse hin.

Die schnelle bauliche und industrielle Entwicklung ab 1870 hat die Feuchtgebiete weitgehend beseitigt und den Wald auf die Hochterrasse zurückgedrängt. Die ursprünglichen Dorfkerne wurden bis auf wenige Reste durch vorstädtische Bebauung ersetzt. U. a. haben sich von der dörflichen Struktur an der Gierather Straße einige Reste erhalten können, wozu auch das o. g. Objekt zu zählen ist.

Das Haus Gierather Str. 12 liegt auf dem Gebiet des alten Dorfes Thurn, dessen Häuser sich vor allem an der heutigen Dellbrücker Hauptstraße und im Gebiet der Talstraße befanden. Der mittelalterliche Fachwerkbau des Thurner Hofes und einige jüngere Hofanlagen blieben noch erhalten.

Das o. g. Gebäude umfaßt als ältesten Teil der Anbau an das 1785 datierte Gasthaus "Em Höttche", unter dessen Putzfassade Fachwerk zu vermuten ist. Dieses traufständige Häuschen ist 1-geschossig und besitzt ein erneuertes Fenster zur Straße. Der jüngere, wohl aus der Zeit um 1860 stammende Anbau ist 2-geschossig und zeigt ebenfalls eine Putzfassade, unter der jedoch Ziegelmauerwerk zu vermuten ist. Ein weiterer Garagenanbau ist neuzeitlich.

Die Bedeutung des Objekts liegt vor allem im städtebaulichen Bereich, da das Anwesen wohl ehemals Gasthaus "Em Höttche" dazugehörte und noch jetzt mit dem gegenüberliegenden Gasthaus eine Wegemarke der Gierather Straße bildet, so daß hier noch der dörfliche Charakter Dellbrücks weitgehend sich erhalten hat. Hierzu trägt der kleinteilige Maßstab der Gebäude und der Gebäudeteile wesentlich bei. Aber auch die landschaftliche Einbettung der Objekte in das Wegegrün und die umgebenden Felder ist bedeutsam.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0