Wohnhaus

Helenenwallstraße 20 · Deutz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1478
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Helenenwallstraße 20, 50679 Köln
Baujahrum 1860 bis 1870
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 20.04.1983
Stadtteil Deutz

Das Objekt ist ein um 1860/1870 errichtetes Wohnhaus mit fünf Achsen und drei Etagen. Die Backsteinfassade ist durch Fenstergesimse, gerades Ziergebälk über den Fenstern im ersten Obergeschoß und eine Reihe von in Backstein gearbeiteten Kreisen am oberen Fassadenrand horizontal gegliedert; die hohen, schmalen Rechteckfenster - im zweiten Obergeschoß schmaler als im Erd- und ersten Obergeschoß - seitlich der Fenster angebrachte, säulenartige Pilaster im zweiten Obergeschoß und die hohe, schmale Eingangstüre in der Mittelachse mit Stuckgewände und Fronton auf Konsolen stellen vertikale Gliederungselemente dar. In der ersten und zweiten Achse von links sind die Kelleröffnungen mit originalen Metallplatten verschlossen, die Fensterteilungen des Erd- und ersten Obergeschosses sind original. Im Erdgeschoß sind originale Innenfensterläden vorhanden.

Originale Details im Hausinneren sind der halbkreisförmige Stützbogen im Flur sowie die Holztreppe und das -geländer mit -lauf.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das in klassizistischem Stil errichtete Objekt zeichnet sich vor allem aus durch die handwerklich qualitätvolle, harmonisch gegliederte Backsteinfassade mit dem wirkungsvollen Stuckportal. Im Hausinneren sind der Stützbogen, das Holztreppenhaus und die Innenfensterläden im Erdgeschoß erhaltenswert.

In diesem Abschnitt der Helenenwallstraße stellt das Haus ein Einzelobjekt dar, das aufgrund seines in sich geschlossenen, harmonischen Gesamtcharakters ein städtebaulich markantes Dokument für die gründerzeitliche Bebauung der Wallstraße darstellt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0