Kirche St. Hubertus u. Kirchhof

Hubertusstraße 5 · Flittard

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1480
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKirche St. Hubertus u. Kirchhof
Adresse Hubertusstraße 5, 51061 Köln
Baujahr1896 bis 1897
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 20.04.1983
Stadtteil Flittard

Die katholische Pfarrkirche St. Hubertus besteht heute aus einem Vierkantturm in romanischen Formen, der aus dem 12./13. Jahrhundert stammt und von einem gotischen Knickhelm bekrönt wird, sowie aus einer dreischiffigen Stufenhalle mit Halbkreisapsis. Diese wurde 1879 oder 1896/97 nach Plänen von Theodor Kremer als Werksteinbau in neuromanischen Formen errichtet. Alle Dächer besitzen Schieferdeckung.

Das Innere zeigt eine elegante Rippenwölbung über schlanken Säulen; es wurde 1976/77 nach dem Entwurf von Hermann Gottfried ausgemalt, der auch die Farbfenster schuf. Thema der einheitlichen Gestaltung ist "Weg des Herrn, Weg des Heils". Die Altarausstattung stammt von Hein Gernot (1967).

St. Hubertus besitzt einen romanischen Westturm mit reicher Gliederung, der die große Bedeutung dieser Landkirche im Mittelalter ausweist. Die neuromanische Stufenhalle ist besonders durch ihre Material- und Detailwahl dem Turm ausgezeichnet angepaßt und von hoher architektonischer Qualität. Das elegante Innere gewann durch die Ausmalung Gottfrieds eine neue, wichtige, künstlerische Aussagedimension hinzu. Somit vereinigen sich hier drei Bauphasen zu einem charakteristischen Kirchenbau höchst eigener Prägung.

Die Kirche dokumentiert eine Seelsorgetradition mindestens seit dem Jahr 1000. Die Pfarrstelle war bis 1803 der Kölner Abtei Groß St. Martin inkorporiert. Der Neubau des Langhauses Ende des 19. Jahrhunderts war Antwort auf das Anwachsen der Bevölkerung in dieser Zeit (Dokument der "Geschichte des Menschen").

St. Hubertus ist durch eine landschaftlich reizvolle Lage über dem alten Rheinufer ausgezeichnet. Nach Osten ergibt sich eine interessante Verbindung über das Pfarrhaus zum Bongartzhof. Das Ortsbild wird entscheidend vom Kirchenbau geprägt.

Die Unterschutzstellung bezieht sich auf die Kirche und ihre umfriedete Umgebung, auf ihre feste und bewegliche Ausstattung, deren Auflistung zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen wird, und auf alle ortsfesten Bodendenkmale, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0