Wohnhaus
Hamburger Straße 10 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1650 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Hamburger Straße 10, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1905 bis 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.10.1983 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es ein Dokument für die Altstadt-Bebauung am Rand zur Neustadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt. Es steht angelehnt an die Eisenbahnlinie von Köln nach Westen (Richtung Aachen) und ist als Eckhaus mit der Längsseite zum Gereonswall hin ausgerichtet, der früher die Grenze der Altstadt-Bebauung bildete. Das Gebäude zeugt sowohl in der Fassade wie auch vom Grundriß her vom Einfluß der Neustadt-Bebauung auf die Altstadt.
Das Gebäude ist in Maßstäblichkeit und Gestaltung prägend für die nördliche Altstadt. Das fünfgeschossige Gebäude weist zur Hamburger Straße drei und zum Gereonswall sieben Achsen auf. Von der Eingangstüre aus, in der abgeschrägten Ecke des Erdgeschosses, werden Geschäftsräume erschlossen, die ca. 40 cm unterhalb des Straßenniveaus liegen.
Erdgeschoß und erstes Obergeschoß sind durch eine flache, horizontale Rustika-Fugung zusammengefaßt und werden durch ein Deckengesims zum zweiten Obergeschoß abgeschlossen. Darüber, im zweiten und dritten, werden beide Fassaden mit je einem einachsigen Erker akzentuiert, der im vierten Obergeschoß als Balkon ausgebildet ist. Je Fassade fassen drei knapp angedeutete Pilaster die drei obersten Geschosse zusammen. Ebenso sparsam angedeutete Brüstungsfriese im zweiten und dritten Obergeschoß, insbesondere an den Erkern, sind festzustellen. Die im Erdgeschoß und ersten Obergeschoß abgeschrägte Ecke verläuft in den drei darüber liegenden Geschossen gerade. Über einem knappen Dachgesims liegt das (ausgebaute) Dachgeschoß mit Walmdach und sechs Gauben zum Gereonswall und zwei zur Hamburger Straße.
Durch die Eingangstüre in der rechten Achse der Fassade Hamburger Straße erreicht man über einen (niedrigen) Eingangsflur mit Terrazzofußboden, Wandfliesen und knappem Wand- und Deckenstuck die Terrazzotreppe mit Holzgeländer, die je Geschoß zwei Wohnungen erschließt. Wohnungs- und Zimmertüren sowie schlichte Stuckverzierungen an den Decken sind überwiegend original erhalten oder wieder hergestellt worden. Die Fassade zum Hof hin ist in Ziegelmauerwerk ausgeführt.
Das o.g. Haus wirkt als Eckgebäude dominierend sowohl in die Hamburger Straße als auch in den Gereonswall hinein. Es stellt einen unverzichtbaren Restbestand der Randbebauung der Altstadt aus der Gründerzeit dar und bildet für die Hamburger Straße einen schützenden Riegel zum Bundesbahngelände.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0