Wohnhaus

Florastraße 77 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1923
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Florastraße 77, 50733 Köln
Baujahrum 1870 bis 1880
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.12.1983
Stadtteil Nippes

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, insbesondere für den Stadtteil Nippes, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Nippes hat sich aus einer im Mittelalter zur Herrlichkeit Mauenheim gehörenden Ansammlung von Höfen entwickelt, von denen einer, am Nipp (= steil abfallende Höhe) gelegen, dem Stadtteil den Namen gab. Dieser wuchs erst aufgrund von Industrie-Ansiedlungen (Porzellanfabrik, Werkstätte der Rheinischen Eisenbahn) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer relativ geschlossenen Stadtlandschaft zusammen und wurde erst 1888 in die Stadt Köln eingemeindet. An der Florastraße und Mauenheimer Straße, einem ehemaligen Flurweg, hat sich die früheste Ortsbebauung von Nippes entwickelt, was das Alter der Häuser und der Zuschnitt der Parzellen dokumentieren.

Das um 1875 erbaute Wohnhaus ist zweigeschossig und hat drei Achsen. Seine einfache Backsteinfassade wird von einem zweifensterigen Schmuckgiebel gekrönt, der einen halbrunden Abschluß besitzt. Die Fensterstürze sind als Stichbögen ausgeführt, die Fassade ist, bis auf die Gesimse (Kranzgesims), schmucklos. Die Haustüre ist original, die Fenster wurden erneuert. Im Inneren wurde das Gebäude umgebaut.

Städtebaulich zählt das Gebäude zu den ältesten der an dem alten Flurweg gelegenen Häuser, was die einfache Architektur und der typische, enge Parzellenzuschnitt dokumentieren. Im Ensemble mit den etwa gleich alten Häusern Nr. 79, 81 und 93 ist das Gebäude ein typisches Beispiel für Wohnbauten für geringere Ansprüche (nach der Eingemeindung von Nippes) im Ensemble-Bereich dieses Stadtteils. Das Gebäude ist für die Straßenbebauung maßstabbildend und unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0