Wohnhaus

Maria-Hilf-Straße 10 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1925
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Maria-Hilf-Straße 10, 50667 Köln
Baujahr1905 bis 1907
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.12.1983
Stadtteil Neustadt/Süd

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinstor und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.

Das viergeschossige Haus wurde 1905/1907 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade mit reichem Stuckdekor in barockisierendem Jugendstil. Der Fassadenaufriß, mit durch einen breiten Erker betonter Mittelachse, weist eine Dreizonen-Gliederung auf: Ein gebändertes Erdgeschoß (Sockelzone), eine reich verzierte Mittelzone (erstes und zweites Obergeschoß) und eine sparsam dekorierte Oberzone (drittes Obergeschoß). Ein Mansarddach betont die mächtige Erscheinung dieses Gebäudes. Als Haustyp stellt das Gebäude eine entwickelte Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses auf L-förmigem Grundriß dar. Original und zu erhalten sind die besonders schönen, sehr plastischen Fensterrahmen, die mit kleinteiligen Scheiben teilweise noch grün verglast sind.

Im Hausinneren sind es dann: Terrazzofußboden, Fliesensockel und einfacher Stuckdekor im Hausflur, Terrazzotreppe mit Eisengeländer mit Holzlauf, Terrazzopodeste und Wohnungstüre im Treppenhaus.

In Korrespondenz in Maß, Proportionen und historisierender Stilanlehnung bildet das Haus ein städtebauliches Ensemble mit den Gebäuden Nr. 3, 6 (barockisierend), Nr. 7 (barockisierender Jugendstil), Nr. 11 (Neo-Romanik) und Nr. 12, 14 (deutsche Renaissance) und dokumentiert damit den ursprünglichen, barockisierenden Eindruck der Erstbebauung dieser kurzen Verbindungsstraße.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0