Wohnhaus
Maria-Hilf-Straße 14 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3614 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Maria-Hilf-Straße 14, 50677 Köln |
| Baujahr | 1905 bis 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.06.1986 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die ursprüngliche Bebauung der zur südlichen Kölner Neustadt gehörenden Maria-Hilf-Straße um 1905/07. Die nach Plänen von Hermann-Joseph Stübben 1881 begonnene und im wesentlichen bis 1914 durchgeführte Stadterweiterung gilt als die bedeutendste Stadtgründung des 19. Jh. im Rheinland.
Der Bau weist sich als 4achsiges, 5geschossiges Geschäftswohnhaus aus, dem hofwärts ein kurzes Seitenhaus angefügt ist. Vom Typ stellt es eine erweiterte Variante des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses mit L-förmigem Grundriß dar. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Von Bedeutung ist seine baukünstlerische Gestaltung, die sich besonders an der Straßenfassade, einer Backsteinfassade mit Stuckgliederung, äußert. Sie besitzt strengen axialen Aufbau mit gleichmäßigen Achsabständen. Das Erdgeschoß ist als lasttragender Sockel durch eine starke Rustizierung, das erste Obergeschoß durch Fugenschnitt und die übrigen Obergeschosse sind durch vorgeblendeten Backstein gekennzeichnet. Die Vertikalität des Fassadenaufbaus wird von durchgehender Fensterrahmung und einer Pilasterordnung im zweiten bis fünften Obergeschoß unterstrichen. Die Fensterbrüstungsfelder im zweiten und dritten Obergeschoß werden von einem Fischblasenmotiv bzw. einem Blumenornament geschmückt. Der Hauswand gibt ein profiliertes Traufgesims mit Rundbogenfries einen abgrenzenden und zugleich dekorativen Abschluß. Fenster, Haus- und Ladentür verdeutlichen als originale Ausstattungsteile die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.
Städtebaulich ist das Haus ein wesentlicher Bestandteil einer von mehreren historischen Häusern gekennzeichneten Straßenreihe (Nr. 6, 10, 12), die ihre architektonische, ensemblebildende Entsprechung in der gegenüberstehenden Reihe mit den Altbauten Nr. 3, 7 und 9 findet.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0