Wohnhaus
Lindenallee 19 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1982 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Lindenallee 19, 50968 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.01.1984 |
| Stadtteil | Marienburg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Marienburg, da es ein wesentliches Element des weitgehend erhaltenen Villenvororts aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts darstellt. Dieses Ensemble, gelegen auf einem hochwasserfreien Hügel in Stadtnähe, steht nahe den Resten eines römischen Flottenkastells, auf dessen Grundmauern im 18. Jahrhundert eine Windmühle errichtet wurde. Im 19. Jahrhundert wurde auf dem Gelände nach Plänen des Stadtbaumeisters H.J. Stübben eine Villenkolonie, genannt nach dem östlichen Gutshof, angelegt. Bedeutende deutsche Architekten wie Paul Bonatz, Otto March, Hermann Olbrich und andere haben hier wertvolle und unverzichtbare Beispiele repräsentativen Wohnens zusammen mit den gleichzeitig angelegten Gärten und Parkanlagen geschaffen.
Die zweigeschossige Villa aus der Zeit um 1905 ist mit einer zweiachsigen Vorderfassade im Landhausstil errichtet worden. Das Gebäude ist außerordentlich differenziert gestaltet. In der Fassade wurden Naturstein, Putz- und Fachwerkwände verwandt, letzteres vor allem im Ober- und Dachgeschoß. Die Seitenfassaden erzeugen mit halbrund oder eckig vorspringenden Bauteilen einen sehr plastischen Eindruck, der von der formenreichen Dachlandschaft aufgenommen wird. Sehr unterschiedliche, originale Fenster in den Geschossen und im Dach lösen die Wandstruktur auf und stellen eine starke Beziehung zwischen Innenräumen und Fassadengestalt dar. Das Hochparterre steht auf einem Natursteinsockel. Originale Eingangstüre.
Der tief reichende, teilweise noch original erhaltene, parkähnliche Garten besitzt ältere Pappeln, Birken- und Lindenbäume. Den Vorgarten bildet eine Wiese ohne Zaun.
Im Inneren blieb die Holztreppe mit -geländer erhalten. Der Grundriß ist sehr differenziert (originale Innentreppen in Wohnungen). Die originalen Türen, Heizkörperverkleidungen und eine Holzbalkendecke in der Bibliothek blieben erhalten (Stuckdecken). Zum Teil sind Einbauschränke vorhanden. Die Fußböden - Parkett, Kunststein - sind aus der Zeit. Unter der Farbe im Eingang ist wahrscheinlich originale Malerei vorhanden.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0