Wohnhaus
Dünnwalder Straße 62 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2041 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Dünnwalder Straße 62, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1880 bis 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.01.1984 |
| Stadtteil | Mülheim |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Mülheim, da es den Ausbauprozeß dieser, bis 1914 selbständigen, Stadt dokumentiert. Aufgrund der günstigen Verkehrslage (Rheinhafen, Straßen- und seit ca. 1850 Eisenbahnknotenpunkt) und der historisch-politischen Gegebenheiten (Tradition der religiösen Freiheit) entwickelte sich Mülheim im 19. Jahrhundert aus einer Gewerbestadt zum industriellen Vorort (Waggonfabrik Zypen & Charlier 1846, Bleiweißfabrik Lindgens & Söhne 1851, Walzwerk Böcking & Cie. 1872, Drahtseilerei Felten & Guilleaume 1874). Als Folge dieser Industrialisierung erlebte Mülheim einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Bevölkerungszuwachs, der zur raschen Bebauung des bis dahin freien Geländes entlang der Hauptstraßen und in der Nähe der neuen Industrieanlagen führte.
Das dreieinhalb-geschossige Haus wurde 1880/1890 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige, gelbe Backsteinfassade mit Stuckdekor (Fenster- und Türeinrahmung und -bekrönung) im Stil der deutschen Renaissance. Die Mittelachse ist durch einen leichten Risalit-Vorsprung hervorgehoben. Fußbodenfliesen und Deckenstuck im Hausflur sind als ästhetischer Bestandteil der Architektur zu erhalten.
Das o.g. Haus bildet zusammen mit den Häusern Nr. 56 - 60 und 43, 45 ein Ensemble historisierend gestalteter Bauten, die als Relikte der Erstbebauung das ursprüngliche Erscheinungsbild der Dünnwalder Straße in diesem Abschnitt dokumentieren. Das o.g. Haus bildet gleichzeitig die Nahtstelle zwischen höherer Hausfront (Nr. 60 - 56: dreieinhalb- bzw. viergeschossig) und der westlich niedrigeren Bebauung hin zum Clevischen Ring (Nr. 64, 66: zweigeschossig).
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0