Wohnhaus
Elsaßstraße 15 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2251 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Elsaßstraße 15, 50667 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.04.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Entstehungsbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Reyongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Karthäuserwall und den preußischen Befestigungsanlagen Miets- und Geschäftshäuser für Bewohner mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. In der Elsaßstraße entstanden in den 80er und 90er Jahren vor allem Mietshäuser für Arbeiter und Angestellte der nahen Industrie (Felten & Guilleaume, Bindfadenfabrik Rosenthal).
Das viergeschossige Haus mit Ladenlokal und Tordurchfahrt wurde um 1890 errichtet. Es zeigt eine zweiachsige Stuckfassade mit plastischer Gliederung im Stil der französischen Neorenaissance. Die zweite Achse ist verdoppelt und in der Obergeschoßzone durch einen leichten Erkervorsprung hervorgehoben. Originale Fenster (2. OG) ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinneren ist erhaltungswürdig: eine Eingangstür (vom Hof aus), eine Holztreppe und einige Wohnungseingangstüren im Treppenhaus, die originale Grundrißstruktur der Wohnräume sowie Stuckdecken in Zimmern des Vorderhauses. Das o. g. Objekt stellt eine Variante des ehemals für Köln charakteristischen Drei-FensterHauses auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Gebäuden Elsaßstraße Nr. 1, 3, 7, 9, 17, 19, 34 und 36 bildet es ein städtebauliches Ensemble von Gründerzeitbauten die untereinander in Maß, Proportionen, Stil (Neorenaissance) und sozialer Bestimmung (gebaut für mittlere Angestellte und Handwerker) korrespondieren und somit das Erscheinungsbild dieser Parallelstraße zum Ring wesentlich mitprägen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0