Wohn- u. Geschäftshaus
Kartäuserhof 50 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2311 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Kartäuserhof 50, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1880 bis 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des v. Jh. viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-FensterHäusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.
Das viergeschossige Haus mit zwei Ladenlokalen und einer Durchfahrt Kartäuserhof 50 wurde um 1880 bis 1890 errichtet. Es zeigt eine vierachsige Backsteinfassade mit plastischer Stuckgliederung im Sti der deutschen Neorenaissance. Originale Fenstergliederung sowie vier Dachhäuschen ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinneren ist erhaltungswürdig: Wand- und Fußbodenfliesen und Deckenstuck (eine Rosette) im Hausflur, die Holztreppe und einige originale Wohnungseingangstüren im Treppenhaus sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnräume mit einigen originalen Zimmertüren. Mit dem Nachbarhaus Kartäuserhof 48 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble von zwei Gründerzeithäusern, die untereinander in Maß, Proportionen, Stil (Neorenaissance) und Bestimmung (Wohnhaus mit Ladenlokalen) korrespondieren und die Gasse in der Nähe der Seve
rinsstraße repräsentativ erscheinen lassen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0