Wohn- u. Geschäftshaus

Severinstraße 55 · Altstadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2410
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Severinstraße 55, 50678 Köln
Baujahr1870 bis 1880
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 14.05.1984
Stadtteil Altstadt/Süd

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des v. Jh. viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-FensterHäusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.

Das dreigeschossige Wohn- und Geschäftshaus Severinstraße 55 wurde um 1870 bis 1880 errichtet. Es zeigt eine Stuckfassade mit historisierender Gliederung. Drei originale Dachgauben sowie originale Fenster ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: zwei Holztreppen mit Holzgeländer (eine im Treppenhaus des Hofanbaus mit einer originalen Eingangstür) und originale Wohnungseingangstüren im Haupttreppenhaus sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt stellt das ehemals für Köln charakteristische Drei-Fenster-Haus auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Bauten Severinstraße 3, 5, 13, 23, 25, 27, 31, 43, 45 und 58 bildet es ein städtebauliches Ensemble gründerzeitlicher Drei-Fenster-Häuser, das das Erscheinungsbild dieser Hauptstraße der südlichen Altstadt wesentlich mitprägt und einen hohen Seltenheitswert repräsentiert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0