Wohn- u. Geschäftshaus
Zugweg 6 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2348 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Zugweg 6, 50677 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinstor und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. Im Zugweg entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen.
Das dreigeschossige Wohn- und Geschäftshaus Zugweg 6 wurde um 1890 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige rote Backsteinfassade mit Stuckgliederung im Stil der Neorenaissance. Originale Fenster (Ausnahme dritte Achse, 3. OG) ergänzen die ästhetische Gliederung der Fassade. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Fußbodenfliesen und Deckenstuck im Hausflur, eine Holztreppe und originale Wohnungseingangstüren (mit Ausnahmen) im Treppenhaus, Zimmertüren (mit Ausnahmen) sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt stellt das ehemals für Köln charakteristische Drei-Fenster-Haus auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Bauten Zugweg 2, 4, Elsaßstraße 3, 7, 9, 17, 19 sowie Bonner Straße 14, 24, 26, 28 bildet das o. g. Haus ein städtebauliches Ensemble von gründerzeitlichen Drei-Fenster-Häusern, die untereinander in Maß, Proportionen und Stil (Neorenaissance) korrespondieren und die das Erscheinungsbild dieser Gegend nach der Bonner Straße mitprägen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0