Wohnhaus
Zugweg 10 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2349 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Zugweg 10, 50677 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | städtisches / öffentliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinstor und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. Im Zugweg entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen.
Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit einem Giebelgeschoß und einer Tordurchfahrt wurde um 1908 errichtet. Es zeigt eine breite vierachsige Fassade mit zwei Erkern (zweite und dritte Achse), einem Balkon (dritte Achse) und mit Stuckgliederung und -dekor im geometrischen Jugendstil. Originale Fenster sowie originale Balkongitter (Giebelgeschoß und Rückfassade) ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Marmorfußboden, -stufen und -wandverkleidung sowie Deckenstuck im Hausflur, Terrazzofußboden und -treppe mit Holzgeländer, Deckenstuck, bleigefaßte, farbige Oberlichtverglasung der Treppenhausfenster sowie Wohnungseingangstüren (3. OG) im Treppenhaus, originale Zimmertüren, Fußboden- und Wandfliesen (Küchen und Bäder) in den Wohnräumen sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnungen. Mit den Bauten Zugweg 12, 14, 20 sowie Rolandstraße 2, 4, 14, 70 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble von Jugendstilhäusern, die untereinander in Maß, Proportionen und sozialer Bestimmung (Mietshäuser für Mittelschichten) korrespondieren und das Erscheinungsbild dieser Gegend (Rolandstraße und Zugweg) mitprägen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0