Siedlung "Göttersiedlung"
Wodanstraße 23 · Rath/Heumar
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2350 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Siedlung "Göttersiedlung" |
| Adresse | Wodanstraße 23, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.05.1984 |
| Stadtteil | Rath/Heumar |
Das Doppelhaus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln und Rath, da es - als ein Bestandteil der Göttersiedlung - den Prozeß der tendenziellen und ideologisch legitimierten Verlagerung der Wohnbereiche besser situierter Mittelschichten aus der Innenstadt in naturnahe Orte am Stadtrand (hier: Rath) und somit deren Ausweitung zu Stadtvororten dokumentiert. Dieser Prozeß, der massiv in den 20er Jahren dieses Jh. als eine Folge der zunehmenden funktionalen Zergliederung des Stadtkerns ansetzt, schlägt sich architektonisch im Bau von Einfamilienhaussiedlungen am Stadtrand nieder.
Das zweigeschossige Doppelhaus Wodanstraße 21 - 23 wurde um 1925 errichtet. Das Teilhaus Nr. 23 zeigt eine zweiachsige, glatt verputzte Straßenfassade mit einem Fensterbankgesims im OG und einer Außentreppe. Eine originale Dachgaube, Fensterschlagläden und ein geschwungenes Mäuerchen als Treppengeländer erzeugen eine barockisierende Wirkung der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist eine Holztreppe mit Holzgeländer erhaltungswürdig. Städtebaulich gesehen bildet das o. g. Objekt eine Hälfte des Doppelhauses (Nr. 21 - 23), das auf der anderen Straßenseite als Typus wiederholt vorkommt (Nr. 12 - 14), das seinerseits einen integralen Bestandteil der Göttersiedlung darstellt. Das städtebauliche Ensemble dieser Siedlung bietet ein anschauliches Beispiel von verschiedenen architektonischen Lösungen des Kölner Einfamilienhauses der 20er Jahre: um einer historisierenden Bauweise im Süden bis zur funktionalistischen im Norden und ist daher als ein Zeitdokument und Denkmal zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0