Wohnhaus
Marienstraße 70 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2438 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Marienstraße 70, 50825 Köln |
| Baujahr | 1894 bis 1896 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.05.1984 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Haus Marienstraße 70 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlung gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jh., die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die Marienstraße liegt im Bereich ehemaliger Industrieansiedlungen.
Das dreiachsige Backsteingebäude mit drei Stockwerken wurde in den Jahren 1894 bis 1896 errichtet und dokumentiert mit seiner sehr einfachen Fassade mit rotfarbig umrandeten Fenstern in gelbem Mauerwerk den Typ eines Arbeiter-Mietshauses. Die Haustür ist original, die Fenster wurden erneuert. Das Innere des Gebäudes war leider nicht zugänglich. Es ist jedoch davon auszugehen, daß eine Holztreppe mit Holzgeländer sowie der Terrazzoboden des Eingangs original erhalten blieb. Städtebaulich ist das Haus ein unverzichtbarer Teil der original erhaltenen Hauszeile von Nr. 54 bis Nr. 72, die in ihrer Schlichtheit und ausgewogenen Maßstäblichkeit den Mietwohnungsbau für die Arbeiterschaft der Industrieansiedlungen Ehrenfelds dokumentiert. Durch die geschlossene Erhaltung beider Straßenfronten in diesem Bereich ist das Gebäude ein Teil des erhaltenen historischen Straßenraums aus der Jahrhundertwende.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0