Wohnhaus
Breibergstraße 6 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2445 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Breibergstraße 6, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1922 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.05.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Breibergstraße ist eine kurze Wohnstraße im nördlichen Teil Klettenbergs.
Das um 1922 erbaute viergeschossige Wohngebäude zeigt deutlich den Bruch des Architekturstils nach 1918, ohne jedoch historische Gestaltungselemente völlig zu verlassen. So ist die symmetrische Gesamtkonzeption des mit sechs Achsen breit angelegten Objekts so konventionell wie die Akzentuierung durch zwei flankierende Erker. Das Treppenhaus liegt im hinteren Bereich des Gebäudes. Deutlich modern sich jedoch die niedrigere Höhe der Stockwerke, das Fehlen repräsentativer Schmuckgiebel und vor allem die Hinkehr zur Horizontalstruktur der Fassade, die durch das Pultdach über dem EG und der Horizontalbetonung des 2. OG - vor allem im Erker - unterstrichen wird. Sparsame, aber differenzierte Stuckgliederung der Putzfassade. Fenster (wie Haustür) erneuert. Rückwärtige Fassade verputzt und verändert. Im Innern wurden bei einem Umbau Teile des Eingangs original belassen; seitlich über der originalen Wandverfliesung verlaufende Stuckbänder, die auch die Decke einbeziehen sowie die Terrazzotreppe mit Holzgeländer. Art-Deco-Ornamentik an Türen und Oberlichtern im EG. Städtebaulich dokumentiert das o. g. Gebäude deutlich den Übergang zur Moderne und steht im aufschlußreichen Gegensatz zu den Häusern Nr. 10, 12 und 14, die vor 1918 erbaut wurden. Es vermittelt stilistisch zu den Nachkriegsbauten, die sich als reine Zweckfassaden darstellen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0