Wohnhaus
Hacketäuerstraße 11 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2460 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Hacketäuerstraße 11, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1880 bis 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.06.1984 |
| Stadtteil | Mülheim |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Mülheim, da es den Ausbauprozeß dieser bis 1914 selbständigen Stadt dokumentiert. Aufgrund der günstigen Verkehrslage (Rheinhafen, Straßen- und seit ca. 1850 Eisenbahnknotenpunkt) und der historisch-politischen Gegebenheiten (Tradition der religiösen Freiheit) entwickelte sich Mülheim im 19. Jh. aus einer Gewerbestadt zum industriellen Vorort (Waggonfabrik Zypen & Charlier 1846, Bleiweißfabrik Lindgens & Söhne 1851, Walzwerk Böcking & Cie. 1872, Drahtseilerei Felten & Guilleaume 1874). Als Folge dieser Industrialisierung erlebte Mülheim einen wirtschaftlichen Aufschwung mit Bevölkerungszuwachs, der zur raschen Bebauung des bis dahin freien Geländes entlang der Hauptstraßen und in der Nähe der neuen Industrieanlagen führte.
Das dreigeschossige Wohnhaus mit einem Giebelgeschoß Hacketäuerstraße 11 wurde um 1880 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Stuckfassade, mit einem Frontgiebel und historisierenden Dekorformen, die den Einfluß des Jugendstils erkennen lassen. Zwei originale Dachgauben öffnen ein niedriges Mansarddach über einem breiten Kranzgesims. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: ein Terrazzofußboden mit einem dekorativen Muster und sparsamer Deckenstuck im Hausflur, eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer und originale Wohnungstüren im Treppenhaus, originale Zimmertüren und Deckenstuck in Wohnzimmern sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnungen. Mit den drei - verdoppelten - Achsen stellt das o. g. Objekt eine entwickelte Variante des ehemals für Köln charakte
ristischen Drei-Fenster-Hauses auf L-förmigem Grundriß dar. Städtebaulich gehört es zum städtebaulichen Ensemble der Hacketäuerstraße Nr. 21, 34, 38, 52, 54, 58 - 60, 72, 74, 78 - 86, die alle einen stilistischen Einfluß des Jugendstils aufweisen, jedoch noch eng mit dem Historismus verbunden sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0