Wohnhaus
Stenzelbergstraße 11 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2514 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Stenzelbergstraße 11, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 03.07.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Stenzelbergstraße ist im stadtnahen Bereich eine Wohnstraße mit neuerer Blockbebauung für mittlere Schichten.
Das Mietswohnhaus aus der Zeit um 1912 steht stilistisch dem auslaufenden Jugendstil oder Heimatstil nah. Die Putzfassade ist mit sparsamen, geometrisch geformten Stuckdekorationen gegliedert, sie gleicht sehr stark der des Hauses Nr. 13. Wie dieses ist es dreiachsig und dreigeschossig, wobei hier durch die Erhaltung des Zwerchhauses ein DG dazukommt. Auch im Haus Nr. 11 geht der gerade vorspringende Mittelerker im 3. OG in einen vielfach abgeknickten Erker über, der hier noch stärker differenziert ist. Die Fenster sind original erhalten. Rückwärtige Fassade verputzt (mit neuen Balkonen). Der Vorgarten besitzt - ebenfalls wie am Nachbarhaus - die originale Einfriedung (Eisengitter). Im Eingang, der sehr qualitätvoll gestaltet ist, befinden sich an den Wänden die originale Verfliesung in geometrischem Stil; den gleichen Stil weist Wand- und Deckenstuck auf, der wie die Terrazzo
treppe mit Holzgeländer original erhalten blieb. Die Türen wurden größtenteils erneuert. Städtebaulich läßt die Ähnlichkeit mit Haus Nr. 13 auf eine einheitliche Blockbebauung vom gleichen Architekten schließen. Im erhaltenen Ensemble der Häuser Nr. 9 bis 15 sowie Nr. 26 (gegenüberliegend) ist jedes einzelne Gebäude für die Erhaltung des historischen Straßenbilds unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0