Wohnhaus

Am Krieler Dom 19 · Sülz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2534
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Am Krieler Dom 19, 50935 Köln
Baujahrum 1928
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.07.1984
Stadtteil Sülz

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Sülz, da es die Geschichte der Entwicklung dieses Stadtteils außerhalb des Stadtkerns bzw. der späteren preussischen Umwallung (der Gürtel) dokumentiert. Sülz wurde 1846 als neues Siedlungsgebiet vorwiegend für Kölner Bürger von Köln aus gegründet, wobei hier bereits um das sog. Krieler Dömchen (der Kath. Kirche St. Stefan) eine dörfliche Ansiedlung vorgefunden wurde. Die Straßen Am Krieler Dom und die Goldenfelsstraße sind schmalere, fast ländliche Wohnstraßen, deren Reihenhäuser sich gut der vorortlichen Bebauung um die alte Kirche anpassen.

Die um 1928 entstandene Reihenhaussiedlung zeichnet sich durch ihre klare Einfachheit und die starke kubische Gestaltung der Baukörper aus. Die Gebäude sind i. d. R. zweieinhalbgeschossig, die Ausnahme bilden turmartige einachsige Baukörper mit stärker überkragendem Flachdach, die i. d. R. zum Straßenraum vorspringen und diesen gliedern. In die Backsteinfassaden sind, soweit original vorhanden, die Holzfenster ebengleich eingepaßt, was die Flächigkeit der Wände erhöht. Alle Häuser haben Flachdächer; kleine Vorgärten liegen vor den i. d. R. zweiachsigen Bauten, durch sie läuft der Zuweg auf die mit einem sehr flachen Vordach überdeckte Haustür zu. Das Halbgeschoß als ehem. Bodenraum wird heutzutage meist als Wohnraum genutzt. Die rückwärtige Fassade ist ebenfalls in Ziegelsteinmauerwerk ausgeführt. Die Gärten liegen i. d. R. unterhalb des Straßenniveaus. Während die Siedlung äußerlich ihr einheitliches Bild behielt, wurden die Häuser im Innern doch stärker umgebaut. I. d. R. blieb die Holztreppe mit Holzgeländer erhalten, auch die Haustüren sind teilweise original. Das Haus Nr. 19 steht an der Ecke zur Geldenfelsstraße und ist das letzte einer Reihe. Der Zustand ist weitgehend original, eine Garage wurde angebaut. Die rückwärtige Fassade wurde durch einen zusätzlichen Balkon verändert. Städtebaulich ist das Gebäude innerhalb der recht einheitlich erhaltenen Siedlung, insbesondere durch seine Ecklage unverzichtbar und ein signifikantes Dokument der Architektur des Bauhausses. Die Maßstäblichkeit wird durch die eher dörfliche Randlage zum Krieler Dom unterstriche. Für das Haus Nr. 32 gilt im wesentlichen das für Nr. 19 Gesagte. Das Haus wurde im äußeren Bestand sorgfältig restauriert, wobei Fenster und Türen weitgehend an den Originalzustand angeglichen wurden. Die rückwärtige Fassade wurde verändert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0