Wohnhaus

Gotenring 19 · Deutz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2549
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Gotenring 19, 50679 Köln
Baujahrum 1925
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.07.1984
Stadtteil Deutz

Mit dem benachbarten Haus Gotenring 21 ist das Objekt das repräsentativste Ensemble aus der ersten Bebauungsphase des Gotenrings, der im ehem. Umwallungsbereich gelegen ist. Auf dieser Straßenseite setzte die Bautätigkeit erst nach dem Ersten Weltkrieg nach Aufhebung des Bauverbots ein.

Das Objekt Gotenring 19 ist eine um 1925 errichtete Villa mit drei Geschossen, einem ausgebauten DG und fünf Achsen. Die symmetrisch gegliederte Fassade ist bis zum 1. OG ganz in Werkstein, darüber in Putz mit Werksteingliederungen ausgeführt. In der ersten Achse von links befindet sich eine breite Toreinfahrt mit originaler Haustür, in der fünften Achse von links die ebenfalls originale Hauseingangstür, eingefaßt von einem mit Werksteinskulpturen verzierten Türgewände. Die mit originalen Gittern gesicherten Fenster des Hochparterre ragen mit ihren werksteingerahmten Rundbögen in die Putzfassade der OGs hinein. Der Schwerpunkt der Gesamtfassade wird durch den segmentbogenförmigen Werksteinerker mit aufgesetztem Balkon in der Mittelachse des 1. OG bestimmt. Die Balkonbrüstung setzt sich beidseitig als Fenstergesims mit Zahnfries fort. Die Rechteckfenster der OGs sind im 1. OG von Werksteingewänden gerahmt, im 2. OG mit originalen Fensterläden versehen. Das mit Schieferplatten gedeckte Mansarddach weist sechs Dachgauben mit flacher, dreieckförmiger Überdachung auf. Im Innern des Hauses ist der Hausflur mit originalen Marmorfußbodenfliesen ausgestattet, die Flurwände in je drei marmorgefaßte Rechteckfelder unterteilt. Im Treppenhaus mit einem Antrittspfosten aus Marmor wird die Holztreppe bis zum 1. OG von einem Steingeländer mit Holzlauf auf Messingstützen begleitet; die Wände sind marmorverkleidet. Ab 1. OG ist ein Holzgeländer mit Holzlauf angebracht. Die Wohnungstüren sowie die Flurfenster sind original. Originale Ausstattungselemente der Wohnung im 1. OG sind ein Einbauschrank, z. T Heizkörperverkleidungen und Zimmertüren, im Bad die Kacheln, die Badewanne, das Bidet und der Handtuchhalter, in der Küche die Bodenfliesen. Zur Gartenseite ist ein originaler Wintergarten und ein daran angrenzender Balkon mit Mittelsäule und originalen Handkurbeln für Jalousien vorhanden. Die Türen und Fenster zur Gartenseite sind z. T. bunt verglast. Im EG wird die Rückfront des Hauses durch eine breite Veranda mit schmiedeeisernem Gitter vom originalen Garten abgegrenzt. Der kunsthistorische Wert des im expressionistischen Stil errichteten Objekts liegt in der qualitätvollen Ausführung aller Details und in der Vollständigkeit der Anlage. Das Objekt bildet mit dem benachbarten, nach verwandtem Konzept und in gleicher Höhe erbauten Haus Gotenring 21 ein städtebauliches Ensemble.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0