Wohnhaus

Holbeinstraße 25 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2554
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Holbeinstraße 25, 50733 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.07.1984
Stadtteil Nippes

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, insbesondere für den Stadtteil Nippes, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Nippes hat sich aus einer im Mittelalter zur Herrlichkeit Mauenheim gehörenden Ansammlung von Höfen entwickelt, von denen einer, am Nipp (= steil abfallende Höhe) gelegen, dem Stadtteil den Namen gab. Dieser wuchs erst aufgrund von Industrieansiedlungen (Porzellanfabrik, Werkstätten der Rheinischen Eisenbahn) in der zweiten Hälfte des 19. Jh. zu einer relativ geschlossenen Stadtlandschaft zusammen und wurde erst 1888 in die Stadt Köln eingemeindet. Die Holbeinstraße befindet sich an der südlichen Grenze des Ensemblebereichs von Nippes.

Das dreigeschossige Mietstockwerksgebäude aus der Zeit um 1890 besitzt drei Achsen, von denen die mittlere druch ein knappes Gesims über dem Fenster des 1. OG akzentuiert ist. Die schlichte Stuckfassade zeigt die gerade in der Holbeinstraße häuftig auftretende Maßstäblichkeit eines bürgerlichen Barockhauses, was durch Kartuschen über den Fenstern des EG und das Mittelfenster im 1. OG unterstrichen wird. Dieser Haustyp ist von Nr. 25 bis Nr. 37 durchgängig fast gleich - alle Fenster sind mit einem Stichbogen versehen und weisen einen Stuckrahmen auf - auch die Häuser 21 und 23 sind urspränglich gleicharig gewesen. Diese frühe Serienbebauung mit leichten Dekorationsvarianten je Gebäude ist zweifellos ein Dokument einer bereits unter städtebaulichen Aspekten stehenden Konzeption der Straße, die gleichzeitg auf wirtschaftliche Entwicklungen eines schon teilweise industrialisierten Bauens hinweist. Auch das als Laden konzipierte Nachbargebäude ist original, ordnet sich aber der Gesamtkonzeption der Häuserreihe unter. Rückwärtige Fassade in Backstein. Fenster erneuert. Im Eingang bleiben vorn originele bunte Fliesen, die zur Treppe zu diagonal verlegt schwarz-weiße Natursteinplattierung erhalten. Originale Wandverfliesung in Grün. Holztreppe mit Holzgeländer, Türen z. T. original. Das Haus ist innerhalb des gleichartigen Ensembles der Holbeinstraße stiltypisch und unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0