Wohn- u. Geschäftshaus

Im Ferkulum 34 · Altstadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2557
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Im Ferkulum 34, 50678 Köln
Baujahrum 1880
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.07.1984
Stadtteil Altstadt/Süd

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des v. Jh. viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-FensterHäusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.

Das viergeschossige Haus mit einem Ladenlokal Im Ferkulum 34 wurde um 1880 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige rote Backsteinfassade mit einfacher Gliederung im Stil der italienischen Neorenaissance. Eine originale Haustür sowie originale Fenster im 1. und 2. OG ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Fußbodenfliesen, einfacher Deckenstuck und ein holzverkleidetes Portal im Hausflur, eine Holztreppe und einige Wohnungseingangstüren im Treppenhaus sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt stellt das ehemals für Köln charakteristische Dreifensterhaus dar. Mit den Gebäuden Im Ferkulum 11, 13, 15, 23, 33, 24, 28, 48, 54 sowie mit mehreren anderen der nahen Umgebung bildet es ein städtebauliches Ensemble von Dreifensterhäusern, das einen hohen Seltenheitswert darstellt und das Erscheinungsbild des Severinsviertels wesentlich prägt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0