Wohnhaus
Im Ferkulum 28 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4887 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Im Ferkulum 28, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.03.1989 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in der Kölner Altstadt, da es den Ausbau deren südlichen Teils - des Severinsviertels - dokumentiert. Im Zeitalter der Industrialisierung hatte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der einen raschen Bevölkerungszuwachs und eine rege Bautätigkeit zur Folge hatte. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels der Altstadt waren von besonderer Attraktivität für die Unternehmer, da hier in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsstätten als auch die arbeitende Bevölkerung eingesiedelt werden konnten. Besonders im Severinsviertel wurden seit den 40er Jahren des v. Jh. viele neue Straßenzüge angelegt und bis zur Jahrhundertwende überwiegend mit charakteristischen Drei-FensterHäusern auf L-förmigem Grundriß bebaut.
Das dreieinhalbgeschossige Haus Im Ferkulum 28 wurde um 1880 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Backsteinfassade mit einfacher plastischer Gliederung im Stil der italienischen Neorenaissance. Originale Fensterteile (Rahmen, Kämpfer) weisen auf die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung hin. Im Hausinneren ist erhaltungswürdig: Fußbodenfliesen im Hausflur, eine Holztreppe und einige originale Wohnungseingangstüren im Treppenhaus sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Das o. g. Objekt stellt das ehemals für Köln charakteristische Drei-Fenster-Haus auf L-förmigem Grundriß dar. Mit den Gebäuden Im Ferkulum 11, 13, 15, 23, 35, 26, 34, 48, 54 sowie mit vielen anderen der nahen Umgebung bildet es ein städtebauliches Ensemble von Drei-Fenster-Häusern (davon Nr. 11, 15, 34 mit Backsteinfassaden), das einen hohen Seltenheitswert repräsentiert und das Erscheinungsbild des Severinsviertels wesentlich prägt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0