Wohn- u. Geschäftshaus
Berrenrather Straße 256 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2624 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Berrenrather Straße 256, 50937 Köln |
| Baujahr | um 1923 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.10.1984 |
| Stadtteil | Sülz |
Das Haus Berrenrather Straße 256 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Sülz, da es die Geschichte der Entwicklung dieses Vorortes außerhalb der Neustadt bzw. der späterern preußischen Umwallung von 1888 dokumentiert. Der Ort Sülz war bis in die Mitte des 19. Jh. eine kleine Ansammlung von Höfen und ländlichen Wohnbauten, der erst Mitte des 19. Jh. vom Bauunternehmer H. Wagner für die Arbeiter seiner Kiesgruben und Ziegelei im Sinne einer städtischen Ansiedlung erschlossen wurde. Mit den Nachbarvororten wuchs Sülz schnell zu einem zusammenhängenden Stadtraum zusammen, da es den Kölnern Platz für neuen Lebens- und Wohnraum bot. 1888 wurde Sülz nach Köln eingemeindet.
Das um 1923 erbaute Wohn- und Geschäftshaus vereinigt auf einem breiten und tiefen Grundstück mehrere Geschäfte, Gewerbebetriebe und Wohnungen. Das in Art eines modernen Handelshofs in das historische Sülz nach dem Ersten Weltkrieg hineingebaute Anwesen ist in Art-deco-Stil gehalten. Zu beiden Seiten des breiten, mit einem gedrückten Spitzbogen überwölbten Eingangstors kragen in den beiden OGs spitze Erker aus, die im DG von einem breiten, in horizontaler Abtreppung abschließenden Giebel überdeckt werden. Die Putzfassade ist nicht axial gegliedert, sondern weist zu beiden Seiten des ausdrucksvollen Eingangsensembles drei bzw. eine Fensterachse auf. Die Fenster besitzen noch die originale Sprosseneinteilung in den Holzflügeln und sind mit einem schmucken Stuckstreifen umrandet. Sehr ausdrucksvoll ist auch die Bogen-überwölbte Ladenzone, in der sich auch die orignale Hauseingangstür befindet. Der Hauseingang zeigt im Innern die originale Verfliesung des Bodens, die Seitenwände sind mit Marmor verkleidet. Die originale Holztreppe mit Holzgeländer führt in die drei oberen Wohngeschosse, deren originale Zimmertüren fast vollständig, deren Wohnungstüren im 1. OG erhalten sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0