Wohnhaus

Eythstraße 55 · Kalk

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2635
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Eythstraße 55, 51103 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.10.1984
Stadtteil Kalk

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Kalk, da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vororts und der Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industriebetrieben außerhalb der Rayongrenze in der Mitte des 19. Jh. (1856 die Maschinenfabrik von Sievers & Co., 1858 die chemische Fabrik von Grüneberg & Vorster, 1859 die Bierbrauerei Sünner, 1872 die Kalker Werkzeugmaschinenfabrik Breuer, Schumacher & Co.) entwickelte sich Kalk zu einer selbständigen Stadt (1877). Dieser wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer intensiveren Bebauung des bisher freien Geländes in der Nähe der Industrieanlagen und entlang der Kalker Hauptstraße vor allem mit Wohnhäusern für Arbeiter und Angestellte der umliegenden Industrie.

Das viergeschossige Mietswohnhaus Eythstraße 55 wurde um 1905 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Stuckfassade mit einem Erker (dritte Achse) und Fensterdekor mit gotisierenden Jugendstilformen. Eine originale Hauseingangstür ergänzt die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Wand- und Deckenstuck sowie Wandfliesen (Jugendstil), im Hausflur; eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer und originale, dreiteilige, verglaste Wohnungseingangstüren im Treppenhaus; originale Zimmertüren und Stuckdecken in den Wohnräumen sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnungen. Das o. g. Objekt stellt eine großstädtische Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses dar. Mit den Bauten 23, 25, 27, 37, 61, 85, 22, 24, 38 bildet es ein städtebauliches Ensemble von viergeschossigen Bauten mit gründerzeitlichen bzw. Jugendstilfassaden, die das Erscheinungsbild der Eythstraße wesentlich bestimmen.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0