Wohnhaus

Siegfriedstraße 11 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2659
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Siegfriedstraße 11, 50678 Köln
Baujahr1922 bis 1923
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.10.1984
Stadtteil Neustadt/Süd

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinswall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. In der Siegfriedstraße entstanden vor allem in den 20er Jahren Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren Wohnansprüchen.

Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit einem Attikageschoß und einer Tordurchfahrt Siegfriedstraße 11 wurde 1922/23 errichtet. Es zeigt eine in den OGs symmetrische, sechsachsige Putzfassade mit zwei Erkern und mit Stuckgliederung im Stil des Neoklassizismus. Stilkorrekt erneuerte Fenster ergänzen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern ist erhaltungswürdig: Marmorstufen im Hausflur, eine Terrazzotreppe und gelbe Wandfliesen im Treppenhaus, originale Zimmertüren sowie die originale Grundrißstruktur der Wohnungen. Mit dem Mietswohnblock Siegfriedstraße 2 - 4/Agilolfstraße 1/Alteburger Wall 12 - 18 bildet das o. g. Objekt ein städtebauliches Ensemble neoklassizistisch gestalteter Bauten aus den 20er Jahren, die das Erscheinungsbild dieser Wohngegend maßgeblich prägen.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0