Wohnhaus
Immendorfer Straße 1 · Godorf
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2787 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Immendorfer Straße 1, 50997 Köln |
| Baujahr | um 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 27.12.1984 |
| Stadtteil | Godorf |
Das Haus ist bedeutend für die Menschen in Köln-Godorf, da es die Geschichte des ehemaligen, am Rhein gelegenen Dorfs dokumentiert. Die Ortschaft wurde bereits 1173 als "Gudegedorp" urkundlich erwähnt und steht auf einem schon von den Römern und den Franken besiedelten Boden. Auch hier besaßen die Stifte und Klöster Kölns bis zum Reichsdeputationshauptschluß größere Ländereien und Besitztümer. 1735 wurde lt. Urkunde die Godorfer Mühle gebaut. In neuerer Zeit ist die Ortschaft vor allem durch die chemische Industrie in Verbindung mit dem Rheinhafen in ihrem Ortsbild beeinträchtigt worden. Die originale Bebauung an der Godorfer Hauptstraße ist teilweise verschwunden.
Das um 1925 errichtete zweigeschossige Doppelhaus besitzt eine Fassade aus rotem Backstein. Das Gebäude steht an der Ecke Immendorfer Straße/Meschenicher Straße und ist jeweils hälftig an einer dieser beiden Straßen angeschlossen. Die Eingänge befinden sich im leicht vorspringenden Mittelteil, der von einem hohen Giebeldach bekrönt wird. In den Giebel ist ein halbrundes Fenster in der Symmetrieachse des Gebäudes eingelassen. Das Dachgesims ist seitlich leicht in die Seitenfassaden eingezogen. Die rückwärtige, zu einem kleinen Garten ausgerichtet Fassade besitzt erdgeschossig zwei symmetrisch vorgebaute Veranden; das OG weist einen durchlaufenden Balkon auf. Stilelemente des Bauhauses wurden zusammen mit ornamentalen und plastischen Backsteindekorationen bei diesem recht städtisch wirkenden Gebäude verwandt. Auch das Innere dokumentiert mit zweifarbenem Fliesenboden im Eingang, Holztreppe mit Holzgeländer und teilweise noch erhaltenen Sprossenfenstern die stilsichere Hand eines Architekten. Das Doppelhaus steht inmitten weitgehend geschlossener Dorfbebauung als frühes Beispiel städtischen, vom Bauhaus beeinflußten Bauens. Das gleichsam als Solitär konzipierte Anwesen bildet an markanter Stelle einem unverzichtbaren städtebaulichen Akzent.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0