Godorf liegt im äußersten Süden Kölns am linken Rheinufer und ist der südlichste linksrheinische Stadtteil. Er gehört zum Bezirk Rodenkirchen.
Godorf war über Jahrhunderte ein kleines Bauerndorf an der alten Straße von Köln nach Bonn, mit Wurzeln vermutlich schon in römischer Zeit. Seit dem Mittelalter gehörte der Ort zum kurkölnischen Amt Brühl; Fischfang in der Rheinaue wurde bis ins 18. Jahrhundert betrieben. Wahrzeichen ist die Godorfer Mühle, eine Holländerwindmühle mit umlaufender Galerie – der heutige Bau stammt von 1849.
Den prägenden Wandel brachte das 20. Jahrhundert. 1901 wurde der Godorfer Hafen angelegt, der 1967 der größte Braunkohle-Umschlagplatz Europas war und heute vor allem Mineralöl, Gas und Schüttgüter umschlägt. 1960 eröffnete unmittelbar nördlich die große Shell-Raffinerie. 1975 wurde Godorf nach Köln eingemeindet.
Heute zeigt sich Godorf als Dorf inmitten einer Industrielandschaft: Im Ortskern haben sich alte, teils in Fachwerk errichtete Bauernhöfe erhalten, ringsum liegen Raffinerie, Hafen und Gewerbegebiete. Bekannt ist Godorf auch als Einkaufsstandort mit großen Möbel- und Fachmärkten. Mit der Stadtbahn und eigener Autobahnauffahrt ist der Stadtteil gut angebunden.