Wohn- u. Geschäftshaus
Chlodwigplatz 28 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2802 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Chlodwigplatz 28, 50678 Köln |
| Baujahr | 1885 bis 1886 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 28.08.1985 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinswall und den preußischen Befestigungsanlagen Miets- und Geschäftshäuser für Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.
Das 4geschossige Eckhaus zum Severinswall mit einem Wirtschaftslokal im EG wurde 1885/1886 errichtet. Es zeigt zwei Backsteinfassaden (fünf und zwei Achsen) mit abgeschrägter Ecke, deren Gestaltungsvorlagen und Ziergiebel einen turmartigen Eindruck vermittelt. Die plastische Back- und Werksteingliederung der Fassaden orientiert sich am Stil der Gotik. Im Hausinnern ist denkmalwürdig: Wandfliesen im Hausflur; Holztreppe im Treppenhaus; Fußboden- und Wandfliesen sowie Holzwandverkleidung im Lokal und originale Grundrißstruktur der Wohnräume. Städtebaulich prägt das o. g. Objekt die Straßenzüge Severinswall/Chlodwigplatz und somit die nächste Umgebung des Severinstors. Die Fassadengestaltung korrespondiert im Maß, Proportionen, Material und Stil mit den Stollwerckgebäuden (in der Severinsmühlengasse noch erhalten) und dokumentiert damit den ästhetisch-städtebaulichen Einfluß dieser Industrieanlage auf die gründerzeitliche Architektur des Severinsviertels. Die repräsentative Gestalt des o. g. Hauses stellt gleichzeitg eine gründerzeitliche Antwort auf die mittelalterliche Architektur des Severinsturms.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0