Wohnhaus

Kalk-Mülheimer Straße 128 · Kalk

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2816
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Kalk-Mülheimer Straße 128, 51103 Köln
Baujahr1889
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 07.03.1985
Stadtteil Kalk

Das Haus ist ein baugeschichtliches Zeugnis von Kalk vor seiner Eingemeindung nach Köln im Jahre 1910. Im Zeitalter der Industrialisierung entwickelte sich Kalk zur Industriestadt. Zahlreiche Fabriken siedelten sich im Bereich unmittelbar vor dem mit Bauverbot belegten Rayongelände um Deutz an. In der Nähe der Werke entstand ein Arbeiterwohngebiet. Die dicht mit Mietshäusern bebauten Straßenzüge folgten meist den alten Flur- und Ortswegen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Kalk sehr zerstört. Das Haus Kalk-Mülheimer-Straße 128, anzusehen als Beispiel für die sprunghafte Entwicklung des Wohnungsbaus vor der Jahrhundertwende von Kalk, gehört zum Restbestand der Altbauten in der Kalk-Mülheimer-Straße.

Das Objekt ist ein um 1889 errichtetes, 3achsiges und 3geschossiges Gebäude mit einem 1achsigen Anbau. Vom Typ ist es eine Variante des rheinischen Dreifensterhauses mit L-förmigem Grundriß. Die original erhaltene Wohnungseinteilung weist es als ein für diese Arbeiterwohngegend typisches Mietshaus aus. Das Haus besitzt eine Putzfassade mit Stuckgliederung. In der waagerechten Ordnung der Hausfront durch Gurt-, Fensterbank- und Traufgesims, der Ausbildung stichbogenförmiger Fenster, der Putzquaderung des EG lassen sich klassizistische Stilelemente erkennen, während die Einzelteile des Dekors unterschiedlich im Stil ausgebildet sind. Von der originalen Innenausstattung sind erhalten: Fußbodenfliesen im Hausflur, Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten, sämtliche Wohnungs-, Zimmer- und Toilettentüren (außer einer Wohnungstür im 1. Geschoß).

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0