Wohnhaus
Lindenbornstraße 26 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2819 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Lindenbornstraße 26, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.03.1985 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1909 erbaut. Drei Geschosse, drei Achsen, ausgebautes DG mit zwei Gauben und mittigem Giebelhaus; in der Mittelachse fassadenhoher Standerker mit aufgesetztem Balkon. Stuckfassade mit Gliederungen vorwiegend in Anklängen an den späten Jugendstil. Fenster nach dem Original erneuert, Haustür dem Original vergleichbar (aus Depot). Rückseite: backsteinsichtig; Fenster verändert; Balkone (im EG geschossen: holzverkleidete Veranda). Im Innern original erhalten: im Vestibül Terrazzoboden mit Farbeinlagen, gegliedert durch drei Stufen, Farbfliesen bis zur halben Wandhöhe, Wand- und Dekkenstuck, Stuck am Stützbogen zwischen Vestibül und Treppenhaus; im Flur schwarzgerahmter Terrazzoboden; Terrazzotreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten; Treppenhausfenster mit Bleiverglasung; einzelne Zimmertüren. Vorgarten mit originalem Einfriedungsgitter.
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jh. liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Lindenbornstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, reicht von der Fröbelstraße bis zum Melatengürtel und gehört zu den letzten Ehrenfelder Straßenerschließungen vor dem Ersten Weltkrieg. Das Gebäude gibt als einziges, sowohl hinsichtlich der Fassade als auch bezüglich der Innenausstattung , noch qualitätsvolles Zeugnis der Erstbebauung Aufschluß über das historische Erscheinungsbild des Straßenzugs. Es bildet einen wirkungsvollen Kontrast zu den schräg gegenüberliegenden, um 1930 erbauten Wohnhausgruppen (Lindenbornstraße 1 - 11/Fröbelstraße 30 - 40; Lindenbornstraße 21 - 23/Melatengürtel 82 - 100/Weinsbergstraße 170 - 188) sowie dem etwa zeitgleichen schlichter gestalteten Schulkomplex. Mit seiner Fassade hebt es sich ab von der in diesem Stadtbereich gebräuchlichen Bebauung. Somit wird das Gebäude auch zu einem unverzichtbaren Dokument für die Gestaltungsvielfalt der Ehrenfelder Stadtarchitektur im frühen 20. Jh.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0