Wohnhaus
Lupusstraße 39 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2820 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Lupusstraße 39, 50670 Köln |
| Baujahr | 1897 bis 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.03.1985 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Architektur des Lupusstraße, einer im sog. "Gerichtsviertel" der Kölner Neustadt liegende, um 1902 bis 1905 bebauten Straße, die 1881 nach Plänen von Hermann-Joseph Stübben begonnene und bis 1905 bis 1910 durchgeführte Stadterweiterung gilt als die bedeutendste Stadtgründung des 19. Jh. im Rheinland. Es weist sich als 3achsiges, 4geschossiges, mit Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus, dem hofwärts ein Seitenhaus angefügt ist. Vom Typ gehörte es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses mit L-förmigem Grundriß. Die Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Von Bedeutung ist die baukünstlerische Gestaltung des Hauses, die sich besonders an der Straßenfassade - einer Putzfassade mit Stuckgliederung - äußert, sowie die dem gehobenen Anspruch angemessene Inneneinrichtung. Die Straßenfassade besitzt strengen axialen Aufbau und eine symmetrische Ordnung. Die Symmetrieachse betont ein über die beiden ersten OGs reichenden Erker mit Balkonabschluß sowie einen gestuften Giebel mit Nischenfigur (Hl. Joseph mit Jesukind auf dem Arm). Weitere Ordnungs- und Gliederungselemente sind: profilierte Gesimse mit gotisierenden Friesen, Strukturierung der Wandflächen durch Putzquaderung/EG und Fugenschnitt/OGs, gotisierende Fensterrahmungen. Fensterbrüstungsfelder und Balkonbrüstung sind mit Blumenornamenten oder Wappenschild geschmückt. Originale Fenster und originale Haustür vervollständigen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Haus sind von der originalen Einrichtung vorhanden: ornamentierter Fliesenboden, Kachelsockel, Wand- und Deckenstuck im Eingang; Holztreppe mit gedrechseltem Geländer; Wohnungstüren; Stuckdecken und Zimmertüren in den Wohnungen. Mit den Nachbarhäusern Nr. 37 und 41 korrespondiert es in Architektur- und Schmuckformen. Es bildet mit diesen sowie dem Eckgebäude Nr. 45 und den gegenüberstehenden Gebäuden Nr. 30 bis 40/Eckhaus Weißenburgstraße ein geschlossenes Straßenensemble, das den Einmündungsbereich der Lupusstraße in der Weißenburgstraße eindrucksvoll markiert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0