Wohn- u. Geschäftshaus

Ehrenfeldgürtel 141 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2852
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Ehrenfeldgürtel 141, 50823 Köln
Baujahr1908
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 22.03.1985
Stadtteil Neuehrenfeld

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Neuehrenfeld, da es Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Dieser Stadtteil wurde von Ehrenfeld aus, das 1879 die Stadtrechte erhielt, gegründet, wobei es vom Norden her (Landmannstraße, Lenauplatz) und vom Süden her (Ottostraße, Eichendorffstraße) erschlossen wurde. Backsteinkirchen im neugotischen Stil, St. Anna in der Ottostraße, St. Peter am Simarplatz, bildeten Beziehungspunkte der Wohnbesiedlung. Der Norden (Takuplatz) wurde von Genossenschaften (z. B. Ehrenfelder Wohnungsgesellschaft) besiedelt. Der Ehrenfeldgürtel ist eine breit angelegte Allee, deren Umgebung noch vor dem Ersten Weltkrieg für eine bürgerliche Wohnbebauung erschlossen wurde.

Das um 1908 erbaute 3geschossige Wohn- und Geschäftshaus besitzt eine 3geschossige Putzfassade mit Stuckgliederungen. Der Rauhputz zeigt den Einfluß des Jugendstils, der aber in der flachen, recht individualistischen Stuckornamentik sich nur sehr zurückhaltend ausdrückt. Die 4achsige Ansicht wird in der zweiten Achse durch einen balustradengeschmückten Balkon endet. Das darüberliegende Zwerchhaus ist neu. Die Fenster, die Haustür und das Schaufenster des EG wurden erneuert. Im Innern blieb in der großzügig bemessenen Eingangshalle die originale Jugendstilverfliesung an den Wänden erhalten. Die Terrazzotreppe mit Holzgeländer führt in die Wohngeschosse, die noch im 1. OG die originalen Wohnungs- und Zimmertüren aufweisen. Die rückwärtige Fassade ist in Backstein gehalten und zeigt auf ein kleines Gärtchen. Städtebaulich ist der stilistische Zusammenhang des Gebäudes mit der Nachbarbebauung 143, 145 und 147 unverkennbar, die eine zusammenhängende Häuserzeile des späten Jugendstils bis in die frühe Moderne bilden. Sie verleiht dem Straßenraum die hier noch weithin erhaltene historische Originalität und Maßstäblichkeit und ist deshalb für Neuehrenfeld unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0