Wohnhaus
Petersbergstraße 75 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2898 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Petersbergstraße 75, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1914 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.03.1985 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Petersbergstraße verläuft parallel zur Luxemburger Straße und verbindet den stadtnahen Bereich mit der Bebauung am Klettenbergpark.
Das um 1914 erbaute Mietstockwerksgebäude zeigt, schon in sachlicher Vereinfachung, die plastischen Grundformen des historisierenden Bauens. Die Putzfassade zeigt drei Achsen, wobei das Mittelrisalit zwei gekuppelte Fenster in den unteren drei Geschossen umfaßt. Im DG schließt das Risalit mit einem Balkon ab, über dem sich, die rechte Achse ebenfalls umgreifend, das Zwerchhaus mit leicht geknicktem Giebelabschluß befindet. Die Fenster mit kleinmaßstäblichen Sprossenoberlichtern sind original wie auch die Eisengittereinfriedung, die den kleinen Vorgarten umfaßt. In den Brüstungen und über der Haustür befindet sich eine sehr sparsam verwandte Stuckornamentik. Im Innern des Gebäudes blieb im Eingang die Wandverfliesung mit Fliesen des späten Jugendstils sowie der Terrazzoboden mit Terrazzotreppe und Holzgeländer erhalten. Die Wohnungsabschlüsse sind mit ihren aufwendigen und differenzierten Aufteilungen original wie auch die Zimmertüren. Die rückwärtige Fassade ist in Backstein gehalten (2. OG erneuert). Städtebaulich steht dieses Gebäude - noch diesseits des Klettenberggürtels gelegen - als Abschluß der historisierenden Bebauung in enger Verbindung mit den noch aus der gleichen Zeit stammenden Wohnhäusern Nr. 60 und 62. Es ist ein Dokument des zur neuen Sachlichkeit tendierenden Historismus, der mit zunehmender Schlichtheit der Fassade den Wohnwert der Wohnungen selbst steigerte. Das Gebäude ist für Klettenberg unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0