Wohnhaus
Petersbergstraße 62 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3109 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Petersbergstraße 62, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 22.08.1985 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Petersbergstraße verläuft parallel zur Löwenburgstraße und verbindet den stadtnahen Bereich mit der Bebauung am Klettenbergpark.
Das 3geschossige Wohnhaus aus der Zeit um 1910 besitzt eine Putzfassade mit Stuckgliederung, die durch ein im 2. OG sich plastisch verjüngendes Mittelrisalit akzentuiert wird. Sehr konsequent wird im EG das Kranzgesims als Brüstung um den Balkon herumgezogen. Ein leicht einwärts geschwungener Giebel erinnert an norddeutsche giebelständige Bauten des Mittelalters, dem auch das renaissancehafte Schlußgesims entlehnt ist. Die Dachzone erhält durch die bekrönende Balkonbrüstung und die repräsentative Reihung der vier Fenster eine villenartige Eleganz, die von den originalen Fenstern mit reizvoller Sprossenunterteilung in den Oberlichtern unterstützt wird. Sehr charaktervoll sind die senkrechten Pfosten im EG ausgeprägt. Auch der Vorgarten mit originaler Einfriedung ist wichtig und vervollständigt den hervorragenden Eindruck des Hauses. Haustür original. Der Eingangsbereich weist Differenzstufen in Marmor, die originale seitliche Verfliesung und einen Terrazzoboden auf, der in eine Terrazzotreppe mit Holzgeländer mündet. Auch der Wohnbereich blieb weitgehend original.
Städtebaulich ist das o. g. Gebäude ein wesentlicher Teil des Ensembles der Petersbergstraße, insbesondere der Gebäude Nr. 58 bis 62. Diese Straße wurde von Norden nach Süden fortschreitend bebaut und weist in diesem Gebäude ein für Köln unverzichtbares Dokument des spätgründerzeitlichen Wohnens auf.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0