Wohn- u. Geschäftshaus
Rothehausstraße 2 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2928 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Rothehausstraße 2, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1890 bis 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 15.04.1985 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jh., die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die im bürgerlichen Bereich Ehrenfelds gelegene reizvolle Rothehausstraße läuft auf die neugotische Friedenskirche aus.
Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus aus der Zeit um 1890 bis 1900 reproduziert mit drei Achsen und drei Geschossen das Kölner Dreifensterhaus. Die Stuckierung ist dem späten Historismus verhaftet, bemerkenswert sind die spitzgieblige Mittelüberdachung im 1. OG sowie die gußeiserne Säule, zwischen den beiden erdgeschossigen Ladenfenstern im EG. Die Fenster in den OGs sind erneuert; die Haustür entstammt wohl den 20er Jahren (Hoffenster original). Das Innere des Hauses wurde offensichtlich in den 20er Jahren mit einigem Aufwand umgebaut. Aus dieser Zeit stammen die Bodenverfliesung des Eingangs, die Glastür zum Treppenhaus sowie die Stuckdecken nicht nur des Eingangsbereichs, sondern offensichtlich aller Räume des Hauses (Art-deco-Stil). Die Holztreppe mit Holzgeländer ist original so auch die Innentüren. Bemerkenswert ist ein ebenfalls in den 20er Jahren im 1. OG eingebautes Bad mit Marmorwaschbecken. Kunsthistorisch ist dieser in der Fassade historisierende, im Innern im Art-deco-Stil erneuerte Bau ein frühes Dokument einer denkmalpflegerisch behutsamen Erneuerung unter Berücksichtigung der historischen Einbindung in die Straßenfront. Die ausgeglichene Fassade ist auch noch heute als maßstabbildendes Element des originalen Straßenraums unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0