Wohnhaus
Kriegerplatz 10 · Longerich
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2940 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Kriegerplatz 10, 50739 Köln |
| Baujahr | 19. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.04.1985 |
| Stadtteil | Longerich |
Ortsgeschichtlich erinnert das o. g. Wohnobjekt an die Erstbebauung der von Anfang an vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Besiedlung des ehem. Dorfes. Das bereits in den Jahren 922 und 927 urkundlich erwähnte Longerich besaß spätestens 1080 eine eigene Pfarrkirche. Grundherren in Longerich waren der Ursula-Stift in Köln, das Kloster Altenberg und die Kölner Klöster Mariengarten und St. Antonius. Die Kirche, die im 19. Jh. durch einen Neubau ersetzt wurde, war von jeher Zentrum einer agrarisch strukturierten Umgebung mit großen Höfen im näheren und weiteren Umfeld. Die Eingemeindung nach Köln im Jahre 1888 und die an sich günstige Lage an der Eisenbahn haben die landwirtschaftliche Ausrichtung der Ortschaft zunächst nicht verändert. Erst mit der Anlage der Gartenstadt-Nord im Osten des Ortskerns wurde in den 50er Jahren eine eigene, an Longerich angebundene Wohnvorstadt geschaffen. Der heutige Kriegerplatz, an dem auch die dem Ursulastift zugehörige Kirche St. Dionysus stand, ist der Schnittpunkt zweier wichtiger Wege, die zum Heckhof und zum Nüssenberger Hof führen. Gegenüber des heutigen neugotischen Kirchenbaus aus Backstein, der in den Jahren 1898/99 entstand, haben sich zwei ein- bzw. eineinhalbgeschossige Backsteinhäuser erhalten. Das Haus Nr. 10 mit der verputzten Giebelfassade, das an dem ehem. Friedhof mit Kriegerdenkmal aus dem Jahre 1871 orientiert ist, wurde mehrmals umgebaut. Der heutige Zustand mit zwei Geschossen, zwei Fensterachsen zur Straße, zwei Dachgauben und dem Hauseingang links respektiert in hohem Maße die ursprünglichen Anlagen und Gliederungen. Die Anspielung an den Dorfbarock, der vom Süden Deutschlands auch in die Umgebung von westdeutschen Städten vordrang, ist erhalten geblieben, wobei - im Zusammenspiel mit dem giebelständigen Nachbarhaus aus Backstein (Nr. 8) - der denkmalpflegerische Hauptakzent des Ensembles in der städtbaulichen Betonung liegt. Im Hausinnern des Hauses Nr. 10 befindet sich eine Holztreppe in ursprünglicher Bauausführung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0