Wohnhaus (nur Fassade)
Ubierring 51 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2943 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus (nur Fassade) |
| Adresse | Ubierring 51, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.04.1985 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das viergeschossige Wohnhaus wurde um 1906 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Werksteinfassade mit einem Mittelerker und Balkon und mit einer Gliederung im Stil des Neoklassizismus.
Das Haus Ubierring 51 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des südlichen Gebietes des ehemaligen Rayon-Geländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Severinswall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher variabler Bestimmung entstehen. Am Ubierring entstanden vor allem Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit gehobenen Wohnansprüchen.
Das o. g. Objekt stellt eine großstädtische und entwickelte Variante des ehemals für Köln charakteristischen Drei-Fenster-Hauses dar.
Mit den Nachbarbauten Nr. 53 und 55 bildet das o. g. Objekt eine Hausgruppe dreiachsiger Häuser mit Mittelrisalit und mit Fassaden in Werkstein. Stilistisch stellt das Haus Nr. 51 einen Übergang von dem Jugendstil der Fassade Nr. 49 zu der schon an moderne funktionalistische Tendenzen anknüpfende Fassadengestaltung der Gebäuden Nr. 53 und 55, die nach Plänen des Architekten Reitsamer 1909 entstanden.
Die ganze Hausfront Nr. 51 - 55 reiht sich in die repräsentative und in Werkstein ausgeführte Bebauung des östlichen Ubierrings (Rautenstrauch-Joest-Museum, Ubierring 43, 47 und 48 (ehem. Maschinenbauschule, Agrippinaufer/Trajanstraße) und bildet mit ihm ein städtebauliches Ensemble von besonderem Wert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0